Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.02.2016

08:28 Uhr

Rohstoffpreise

Ölpreis schnellt zwölf Prozent in die Höhe

Der Ölpreis ist am späten Freitagnachmittag extrem gestiegen. US-Leichtöl steigt zweistellig in Hoffnung auf eine sinkende Produktion – und weil Investoren wohl kalte Füße mit Wetten auf fallende Preise bekommen.

Genau hingeschaut: Der Ölpreis schwankt so stark wie seit Jahren nicht. dpa

Besucher einer Ölmesse

Genau hingeschaut: Der Ölpreis schwankt so stark wie seit Jahren nicht.

New York/DüsseldorfEin neues 12-Jahres-Tief in dieser Woche hat Rohstoffinvestoren wohl verunsichert, ob die Preise weiter fallen könnten. War US-Leichtöl der Marke WTI am Donnerstag noch auf etwa 26 US-Dollar je Fass gefallen, gab es am Freitagnachmittag eine heftige Gegenbewegung.

Innerhalb von anderthalb Stunden baute der Rohstoff leichte Gewinne deutlich aus und schnellte bis auf 29,41 Dollar, ein Plus von zwölf Prozent. Die Nordseesorte Brent kostete mit knapp 33 Dollar rund 9,6 Prozent mehr.

Selbst in der derzeit turbulenten Marktlage an den Weltbörsen ist dieser Ausschlag außergewöhnlich. Ein Index, der die Preisschwankungen für Öl misst, kletterte auf den höchsten Wert seit sieben Jahren.

Welche Staaten über die größten Ölressourcen verfügen

Venezuela

konventionell: 3 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 62,3 Milliarden Tonnen

Kanada

konventionell: 3,5 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 51,2 Milliarden Tonnen

Russland

konventionell: 20 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 14,8 Milliarden Tonnen

USA

konventionell: 15,7 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 8,8 Milliarden Tonnen

China

konventionell: 16,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 4,5 Milliarden Tonnen

Brasilien

konventionell: 13 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 0,7 Milliarden Tonnen

Saudi Arabien

konventionell: 11,8 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Kasachstan

konventionell: 4 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: 6,7 Milliarden Tonnen

Iran

konventionell: 7,2 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Irak

konventionell: 6,1 Milliarden Tonnen
nicht-konventionell: -

Erläuterung

Die Auflistung zeigt die Top 10 Länder mit den größten konventionellen und nicht-konventionellen (Ölsand, Schwerstöl oder Schieferöl) Erdölressourcen im Jahr 2012. Erdölressourcen sind nachgewiesene, aber derzeit technisch und/oder wirtschaftlich nicht gewinnbare sowie nicht nachgewiesene, aber geologisch mögliche, künftig gewinnbare Energierohstoffmengen.

Quelle: BGR Energiestudie 2013

„Es ist sehr sinnvoll, Short-Positionen abzusichern nach einem neuen 12-Jahres-Tief“, sagte Bob Yawger von Mizuho Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Anleger, die „short“ handeln, spekulieren auf fallende Preise und können schnell auf dem falschen Fuß erwischt werden und sind dann gezwungen, bei steigenden Preisen zu kaufen, um damit Verluste zu begrenzen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×