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18.05.2011

17:50 Uhr

Rohstoffpreise

Wetterkapriolen lassen Weizenpreis weiter steigen

Die Trockenheit in Europa und der Regen in den USA machen Weizen immer teurer. Der Zuckerpreis steigt ebenfalls, nachdem sich die Ernte in Brasilien verzögert hat. Auch die Metallpreise kennen nur eine Richtung

In Europa macht die Sonne den Landwirten zu schaffen. In den USA leidet das Getreide unter zu viel Regen. Quelle: dpa

In Europa macht die Sonne den Landwirten zu schaffen. In den USA leidet das Getreide unter zu viel Regen.

Frankfurt Die Erwartung einer mäßigen Getreideernte wegen Wetterkapriolen in Europa und den USA hat den Weizenpreis am Mittwoch weiter steigen lassen. Der europäische Terminkontakt zur Lieferung von einer Tonne Weizen im November verteuerte sich in Paris um 2,7 Prozent auf 237,75 Euro und ist damit in der laufenden Woche schon um gut fünf Prozent gestiegen. In Chicago wurde das Scheffel Weizen zur Lieferung im Juli 1,5 Prozent höher mit 7,7525 Dollar gehandelt. Der Preis für die gleiche Menge Mais stieg um ein Prozent auf 7,27 Dollar. Der Pariser Mais-Kontrakt kletterte um 1,5 Prozent auf 239,75 Euro je Tonne.

Während es in den USA für die Aussaat zu nass ist, leiden weite Teile Europas unter Trockenheit. In einigen Teilen Mitteleuropas fiel im April 40 Prozent weniger Regen als im langjährigen Durchschnitt. „Der starke Regen in den USA belastet den Winterweizen und verzögert die Aussaat von Mais und Sommerweizen“, hieß es in einem Marktkommentar der ANZ Bank. „In Europa verschlimmert sich die Trockenheit in Frankreich. Diese Faktoren stützen die Getreidepreise.“ Meteorologen erwarten erst ab Juni wieder mehr Regen in Europa.

Auf den Zuckeranbau in Europa hat sich das Wetter bislang nur wenig ausgewirkt. Der Agrarvorstand des größten europäischen Zuckerkonzerns Südzucker, Thomas Kirchberg, rechnet 2011 mit einer Durchschnittsernte bei Zuckerrüben. Der Zuckerpreis stieg an, was Händler auf einen verzögerten Beginn der Zuckerernte in Teilen des wichtigsten Anbaulandes Brasilien zurückführten. Raffinierter Zucker verteuerte sich in London um 2,1 Prozent auf 625,40 Dollar je Tonne. In den USA gehandelter Rohzucker legte 2,1 Prozent auf 22,42 US-Cent je Pfund zu.

Kommentare (1)

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Mollemopp

18.05.2011, 19:36 Uhr

Und nicht vergessen. Erst E10 aus Weizen herstellen oder den Weizen direkt verheizen. Wenn noch was übrig ist, kann Brot davon gebacken werden. Und Merkel immer wiederwählen! Auch ganz wichtig, wenn man darauf steht gepeinigt zu werden.

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