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08.06.2012

11:03 Uhr

Rückgang

Der Ölpreis fällt immer tiefer

Der Ölpreis ist erneut gefallen. Gründe hierfür sind Spekulationen auf einen geringes Wirtschaftswachstum in China und den USA.

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City, Oklahoma, USA, dpa

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City, Oklahoma, USA,

Der Ölpreis hat den zweiten Tag in Folge seine Verluste fortgesetzt. Damit deutete sich zum sechsten Mal in Folge auf Wochenbasis ein Rückgang an, was der längsten derartigen Phase seit 13 Jahren entspräche. Gedrückt wurde der Ölpreis von der Spekulation auf geringeres Wirtschaftswachstum in den beiden wichtigsten Verbraucherländern China und USA, was deren Nachfrage drücken würde.

Die Terminkontrakt für die US-Sorte West Texas Intermediate notierte bei 83,01 Dollar je Barrel 2,2 Prozent niedriger. Der Kontrakt für die in Europa gängige Sorte Brent verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 98,42 Dollar je Barrel. Derzeit beobachtet die US-Notenbank Federal Reserve laut den Worten ihres Vorsitzenden Ben S. Bernanke die Lage in Europa kritisch und will erst anschließend über weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen entscheiden. China hatte zuvor erstmals seit dem Jahre 2008 die Leitzinsen gesenkt. Überdies sei die Versorgung des Weltmarktes mit Rohöl ausreichend, wie der algerische Energieminister Youcef Yousfi vor einem Treffen des Ölkartells OPEC in der kommenden Woche in Wien zusicherte.

“Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand angesichts der Lage in China mit größeren Positionen in das Wochenende gehen will”, sagte der leitende Rohstoffstratege Nick Trevethan von der Australia & New Zealand Banking Group Ltd. in Singapur. Es herrsche überdies vor neuen Konjunkturdaten aus China Nervosität vor. Der Goldpreis fiel ebenfalls, zuletzt um 1,2 Prozent auf 1.570,65 Dollar je Unze. Enttäuscht reagierte der Markt darauf, dass Bernanke in seiner Rede noch keine speziellen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft genannt hat. Für die Woche steuert der Goldpreis auf ein Minus von 3,5 Prozent zu.

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