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08.01.2010

11:00 Uhr

Schlechter Jahresstart

Der Goldpreis bröckelt wieder leicht ab

Zwei Schritte vor und einen zurück: Die Akteure am Goldmarkt sind sich seit Jahresbeginn über die weitere Entwicklung der Preise noch nicht einig. Für einige Unsicherheit sorgte im Edelmetallsektor zudem eine überraschende Entscheidung der chinesischen Notenbank.

Die Hoffnungen von Anlegern, die auf steigende Goldpreise setzen, ruhen auch auf der Schmucknachfrage. Quelle: dpa

Die Hoffnungen von Anlegern, die auf steigende Goldpreise setzen, ruhen auch auf der Schmucknachfrage.

rp/Reuters DÜSSELDORF. Gold ist zunächst mit einer Mini-Rally in das neue Jahr gestartet und hat dabei mehr als 40 Dollar zugelegt. Am Donnerstag ging es dann wieder leicht nach unten, eine Feinunze des Edelmetalls kostete in London zuletzt gut 1 132 Dollar; eine Unze entspricht rund 31,1 Gramm. Grund dafür war in erster Linie eine leichte Zwischenerholung des amerikanischen Dollars.

Sollte sich der Kurs des Greenbacks weiter nach oben bewegen, könnte dies nach Einschätzung der Royal Bank of Scotland (RBS) den Goldpreis weiter unter Druck bringen. Die Hoffnungen der Goldbullen - also der Anleger, die auf steigende Goldpreise setzen - ruhen nun aber auch auf der Schmucknachfrage. Diese hat sich laut RBS nach ihrem "Fast-Zusammenbruch im ersten Quartal 2009 relativ schnell stabilisiert", bleibe aber nach wie vor angeschlagen. Weltweit fragt die Schmuckbranche fast 60 Prozent des gesamten Goldangebotes nach. Wichtige Abnehmer sind China, Indien und die Türkei.

Märkte sorgen sich um die chinesische Nachfrage

Für einige Unsicherheit sorgte im Edelmetallsektor auch die überraschende Entscheidung der chinesischen Notenbank, die Sätze für dreimonatige Staatsanleihen anzuheben. Börsianer werteten dies als Zeichen für eine baldige Erhöhung der chinesischen Leitzinsen. Auf den Goldpreis habe der Schritt der Bank of China keinen Einfluss, betonte indes Rohstoffexperte Koichiro Kamei vom Research-Haus Market Strategy Institute. Die chinesische Edelmetall-Nachfrage werde dadurch nicht beeinträchtigt.

Ole Hansen von der Saxo Bank sagte zudem, das Edelmetall sei zu stürmisch in das neue Jahr gestartet. Nun fragten sich einige Anleger, ob dieses Niveau denn auch gerechtfertigt sei. Noch Anfang Dezember war Gold aber deutlich teurer und hatte mit 1 226,10 Dollar sein bisheriges Rekordhoch markiert.

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