Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.05.2011

16:10 Uhr

Schulden-Drama

Griechenland-Krise lässt den Euro bröckeln

Anhaltende Spekulationen um ein neues Hilfspaket für Griechenland haben den Euro auf Talfahrt geschickt. Das Hin- und Her im europäischen Schulden-Drama könnte die Gemeinschaftswährung auch in Zukunft unter Druck setzen.

Die mögliche Griechenland-Hilfe stützt den Euro-Kurs. Quelle: dpa

Die mögliche Griechenland-Hilfe stützt den Euro-Kurs.

FrankfurtAus Sorge um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands haben Euro-Anleger am Mittwoch keine großen Sprünge gewagt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Morgen noch bei 1,44 Dollar notierte, sank sie bis zum späten Nachmittag auf bis zu 1,4276 Dollar. Für Wirbel sorgten weiter die anhaltenden Spekulationen um eine neues Hilfspaket für Griechenland. Außer Zeit wäre damit aber nichts gewonnen, so die Einschätzung von Analysten. Selbst wenn IWF und EU darin übereinkämen, Griechenlands Finanzierungsbedarf für zusätzliche Zeit zu übernehmen, werde das grundsätzliche Problem Griechenlands nicht gelöst, urteilten die Experten der Commerzbank.

„Der Schuldenstand ist schon jetzt so hoch, dass er einfach nicht am Markt finanzierbar ist. Und er steigt weiter.“ In Medienberichten war am Dienstag von weiteren Hilfen im Volumen von bis zu 60 Milliarden Euro für das Euro-Sorgenkind die Rede gewesen, die derzeit vorbereitet würden. Vertreter von EU, Europäischer Zentralbank und IWF überprüfen derzeit in Athen, ob Griechenland Fortschritte bei der Umsetzung des Reformprogramms gemacht hat. Die Fachleute entscheiden auch darüber, ob dem Land die nächste Tranche der Hilfe ausgezahlt werden kann. Sollte das hoch verschuldete Griechenland die zwölf Milliarden Euro nicht erhalten, liefe das auf seine Zahlungsunfähigkeit hinaus.

Nach Einschätzung von Adam Myers, Devisenstratege bei der Credit Agricole, könnte das Hin und Her im europäischen Schulden-Drama den Euro weiter unter Druck setzen und bis auf 1,4160 Dollar zurückfallen lassen. Am Montag hatte die Gemeinschaftswährung mit 1,4253 Dollar den niedrigsten Stand seit drei Wochen markiert, als Investoren über einen möglichen Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone spekulierten.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rainer_J

11.05.2011, 21:25 Uhr

Das die EUdSSR "plötzlich" bemerkt, dass die Griechen für 2012 nochmal 30 Milliarden mehr brauchen und Juncker nachweislich gelogen hat (Geheimtreffen), zeigt doch die Unfähigkeit, Korruption und Chaos in EUdSSR-Brüssel. Illegale Rettungsschirme installieren und lügen, dass ist alles was die EUdSSR kann!

Wer ist so verückt und will unter deren Fuchtel leben?

Wer gibt uns eine Garantie, das die EUdSSR nicht in 3 Monate mal wieder "plötzlich" merkt, dass es nicht 30 sondern 80 Milliarden sind, die Griechenland nochmal zusätzlich braucht?

Und was ist mit den anderen PIGS? Wird da auch was "plötzlich" passieren?

Jeder Fleißige in Deutschland wird in Zukunft nichts von seinem Fleiß haben, denn alles was er spart oder an Steuern zahlt, kommt ihm nicht mehr zu gute, sondern es wird damit entweder eine risikofreudige Großbank gerettet oder Schmarotzer gebuttert!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×