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23.03.2011

08:40 Uhr

Schuldenkrise im Fokus

Sorgen um Portugal werfen Euro zurück

Nach dem starken Anstieg der vergangenen Tage gibt es für den Euro einen Rückschlag. Portugal droht eine Regierungskrise, eine Flucht unter den Euro-Rettungsschirm wird wahrscheinlicher.

Euro-Münzen der Schuldenstaaten Griechenland, Portugal, Spanien und Irland. Die Schuldenkrise rückt wieder in den Fokus. Quelle: dapd

Euro-Münzen der Schuldenstaaten Griechenland, Portugal, Spanien und Irland. Die Schuldenkrise rückt wieder in den Fokus.

Düsseldorf

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone hat den Euro am Mittwoch deutlich unter die Marke von 1,42 Dollar gedrückt. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,4168 Dollar. Ein Dollar war damit 0,7058 Euro wert. Am Dienstag war der Euro zeitweise auf den höchsten Stand seit November 2010 geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,4211 (Montag: 1,4194) Dollar festgesetzt.

Die Schuldenkrise in der Eurozone sorgen aus Sicht der HSH Nordbank neues Ungemach. So könnte am Mittwoch die portugiesische Regierung über die Abstimmung neuer Sparmaßnahmen im Parlament stürzen. Dies könnte aus Sicht der Commerzbank den Druck erhöhen, dass Portugal demnächst Hilfe vom Euro-Rettungsschirm beantragt. Die nun anstehenden erneuten Sparrunden in den Problemländern dürften schwieriger durchzusetzen sein als die erste Runde im vergangenen Jahr.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Reinhard

23.03.2011, 09:26 Uhr

Das sind natürlich schwer wiegende Gründe um gegen den Euro zu setzten, nachdem Portugal ja irgend wie so 3 % des Bruttosozialproduktes der EU bewältigt. Wenn man jetzt mal mit gleicher Stärke die Verschuldung der USA beurteilt und die Pleite von nur Kalifornien berücksichtigt, müsste der Dollar ganz gewaltig abwerten. Und die Schweiz schlummert völlig unberührt und sicher vor sich hin, da ja die Schweiz kein Geld in der EU im Umlauf hat und wirtschaftlich von den Vorgängen unberührt bleibt. Die Frage die sich mir stellt ist - welches Ziel wird mit der Verdrehung der Realität verfolgt?

Freidenker

23.03.2011, 10:50 Uhr

Die bislang vorgeschlagenen finanziellen Rettungsmaßnahmen für Portugal, Griechenland, Irland etc. sind genauso wenig eine Lösung für die portugisische Überschuldungskrise wie es die seit Herbst 2008 beschlossenen Bankenrettungspakete für die Banken waren. Die Ursachen der Überschuldungskrise liegen im Geldsystem, doch dies wird von den verantwortlichen Staats- und Regierungschefs bislang nicht einmal diskutiert. Die Rettungspakete bestehen bisher aus purer Geld- und Kreditschöpfung. Dieser, unsere freiheitliche Wirtschaftsverfassung gefährdende Schneeball aus ungedecktem staatlichen und schlechten Geld durch die vermeintlichen Rettungspakete wird immer größer. Das Schneeballsystem wird früher oder später zusammenbrechen. Wir sollten bzw. müssen deshalb über eine neue Geldordnung nachdenken. Alles andere wäre ein Schrecken ohne Ende.

Freidenker

23.03.2011, 10:58 Uhr

"Falls das amerikanische Volk jemals die Kontrolle über die Herausgabe ihrer Währung auf Banken (FED) übertragen sollte, werden diese und die Firmen, die sich um sie bilden, unter dem Einsatz von Inflation und Deflation, dem Volk solange ihr Eigentum wegnehmen, bis die Kinder obdachlos auf dem Kontinent, den ihre Väter einst in Besitz nahmen, aufwachen. Die Herausgabe von Geld soll von den Banken weggenommen werden, und zurück auf den Kongress und das Volk übertragen werden. Ich glaube aufrichtig, dass Banken, mit dem Recht Geld herauszugeben, gefährlicher für die individuellen Freiheitsrechte sind als eine stehende Armee." Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA (1801-1809)

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