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05.09.2011

16:59 Uhr

Schwacher Kurs

Euro setzt Talfahrt fort

Schlechte Nachrichten aus der Eurozone haben das Vertrauen der Anleger weiter erschüttert. Sie meiden die Gemeinschaftswährung und suchen lieber den "sicheren Hafen" US-Dollar.

Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern beeinflusst heute den Eurokurs. dpa

Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern beeinflusst heute den Eurokurs.

FrankfurZunehmend verunsicherte Investoren haben den Kurs des Euro am Montag weiter auf Talfahrt geschickt. Die Gemeinschaftswährung fiel unter die Marke von 1,41 Dollar und notierte im Nachmittagshandel bei 1,4067 Dollar. Damit stand sie rund einen Cent niedriger als am Morgen. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,4126 (Freitag: 1,4255) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7079 (0,7015) Euro.

Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank nannte eine Reihe von Gründen für die aktuelle Kursschwäche des Euro. So habe der jüngste Einbruch an den Aktienmärkten im Zuge unerwartet schwacher Konjunkturdaten aus den USA der Risikobereitschaft der Investoren einen kräftigen Dämpfer versetzt. Die Anleger suchen laut Karpowitz lieber den „sicheren Hafen“ US-Dollar und meiden bei ihren Anlageentscheidungen den Euro. Zudem hätten in den vergangenen Tagen eine Reihe von schlechten Nachrichten aus hoch verschuldeten Ländern der Eurozone das Vertrauen der Anleger weiter erschüttert, sagte Commerzbank-Experte Karpowitz.

Vor allem die jüngsten Meldungen über einen angeblichen Streit zwischen der Regierung in Griechenland und den Kontrolleuren des Internationalen Währungsfonds (IWF), der EZB und der Europäischen Union über die umstrittenen Sparziele in Griechenland hätten den Euro unter Verkaufsdruck gesetzt. Außerdem hatte die EZB laut jüngst veröffentlichten Daten in der vergangenen Woche wieder verstärkt italienische und spanische Staatsanleihen gekauft. Das habe den Kurs der Gemeinschaftswährung ebenfalls belastet, sagte Karpowitz.

Wie die Notenbank am Nachmittag mitteilte, stieg das Volumen der aufgekauften Staatsanleihen in der vergangenen Woche auf 13,305 Milliarden Euro - nach 6,651 Milliarden Euro in der Woche zuvor. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87510 (0,87890) britische Pfund, 108,56 (109,56) japanische Yen und 1,1111 (1,1132) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1895,00 (1875,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 42 410,00 (41 100,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

05.09.2011, 08:46 Uhr

Warum sollte der Sieg der Rot,ROT,GRÜNEN in MV den Euro Kurs belasten? Sind es nicht die gleichen Parteien die sich für Euro Bonds stark machen? Sind es nicht die gleichen Parteien die am 29 September für die Erweiterung der EURO hilfen stimmen werden?

VIELSPASSmitEUROBONDS

05.09.2011, 08:48 Uhr

warum eigentlich?
Grüne und SPD würden doch sofort EUROBONDS einführen zur weiteren uneingeschränkten Neuverschuldung Griechenlands und andere Länder auf Kosten Deutschlands. Somit ist dieses Wahlergebnis ein Gewinn für Schulden-EURO-Europa.
... und Deutschlands Bürger wünschen es sich so...

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