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24.03.2014

14:33 Uhr

Schweiz

IWF spricht sich für weitere Deckelung des Franken aus

Der Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro soll weiter bestehen – empfiehlt der Internationale Währungsfonds der Schweizer Nationalbank. Ein erneuter Anstieg des Franken könnte schnell zu einem Deflationsdruck führen.

Eine Euro-Münze und ein Schweizer Franken: Die geldpolitische Lage hat sich gemäß Einschätzung des IWF entspannt. dpa

Eine Euro-Münze und ein Schweizer Franken: Die geldpolitische Lage hat sich gemäß Einschätzung des IWF entspannt.

ZürichDer Internationale Währungsfonds stärkt der Schweizerischen Nationalbank im Kampf gegen einen zu starken Franken den Rücken. Der IWF empfiehlt der Notenbank, den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro beizubehalten, wie das Finanzministerium im Anschluss an den jährliche Länderbericht des IWF am Montag mitteilte.

Die geldpolitische Lage habe sich gemäß Einschätzung des Fonds zwar entspannt. Dennoch könnte ein erneuter Anstieg des Schweizer Franken schnell zu einem Deflationsdruck führen. Im einem solchen Fall könnte die SNB dem IWF zufolge einen negativen Einlagezins auf das Geld verhängen, dass die Geschäftsbanken bei ihr parken. Ein solcher Strafzins soll die Institute anregen, mehr Kredite zu vergeben und damit mehr Geld in die Wirtschaft zu lenken.

Zudem riet der IWF der SNB zu weiteren Anstrengungen, um die Eigenmittel der Notenbank zu stärken. Er empfiehlt auch weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Schweizer Bankenbranche. Der Verschuldungsgrad der großen Geldhäuser solle weiter verringert werden. Zudem regte der Fonds an, die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden weiterzuführen, um die grenzüberscheitende Abwicklung von Großbanken sicher zu stellen, ohne auf Steuergelder zurückgreifen zu müssen. Trotz eines Bilanzabbaus sind die UBS und die Credit Suisse gemessen an der Schweizer Wirtschaftskraft immer noch überdurchschnittlich groß.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

24.03.2014, 16:51 Uhr

Ist das eine Facette der EUSSR - Rache für eine abgehaltene Volksabstimmung in der Schweiz ?
Auf der einen Seite soll Geld seitens der Banken in die Wirtschaft gepumpt werden, auf der anderen Seite soll Schuldenabbau betrieben werden ? Der internationale Terrorfonds hat ja echt tolle "Experten" in seinen Reihen - sowas kann ich auch !!!

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