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22.03.2012

19:28 Uhr

Schweizer Notenbank

Kampf gegen starken Franken hat Priorität

Die Notenbank der Schweiz will notfalls unbegrenzt Devisen kaufen, um das Kursziel des Franken gegenüber dem Euro zu halten. Die starke Landeswährung bleibe weiterhin eine „enorme Herausforderung “.

Ob sie wollen oder nicht, sie müssen miteinander: Die Schweiz hat ihren Franken (r) an den Euro gebunden. dpa

Ob sie wollen oder nicht, sie müssen miteinander: Die Schweiz hat ihren Franken (r) an den Euro gebunden.

ZürichDer Kampf gegen einen starken Franken bleibt das wichtigste Ziel der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Den Eurokurs nicht unter 1,20 Franken sinken zu lassen, stehe im Zentrum der Geldpolitik, sagte SNB-Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine am Donnerstag in einer Rede in Zürich. Wenn es nötig sei, werde die SNB unbegrenzt Devisen kaufen, um das Kursziel zu verteidigen. Auch wenn der starke Franken immer noch eine „enorme Herausforderung für die Wirtschaft darstelle, zeige der im September eingeführte Euro-Mindestkurs doch Wirkung. Es gebe zunehmend Signale, dass die Konjunktur in der Schweiz sich stabilisiere. Ein hoher Frankenkurs bringt vor allem der Exportwirtschaft Probleme, da sich Schweizer Güter im Ausland verteuern.

Bevor sie im September das Wechselkursziel einführte, hatte sich die SNB mit einer Nullzinspolitik und einer kräftigen Ausweitung der Geldmenge, allerdings letzten Endes erfolglos, gegen die Frankenaufwertung gestemmt. Dies führt zusammen mit der Flucht internationaler Devisen-Anleger in den Franken vorübergehend zu negativen Zinsen auf dem Franken-Geld- und Kapitalmarkt.

In der Zwischenzeit normalisierte sich die Lage nach Danthines Worten. „Die extrem negativen Sätze sind verschwunden. Er warnte Wirtschaft und Konsumenten davor, auf anhaltend tiefe Zinsen zu setzen. Die Tiefzinspolitik sei die zyklische Antwort auf ein zyklisches Phänomen, das sich historisch betrachtet als relativ kurzlebig erweisen sollte. Auch Private, die sich langfristig etwa in Form von Hypotheken verschulden, sollten dies im Auge behalten, sagte Danthine. Niedrige Zinsen werden es höchstens noch ein paar Jahre und keinesfalls Jahrzehnte geben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Baehring-boeSER-Verleger

18.04.2012, 13:58 Uhr

KAMPF? Und ich dachte unsere Kavallerie sei noch mit dem fiskalischen Angriffskrieg von Peer Steinbrück in der Schweiz beschäftigt.

--

So sehe ich das ...

http://derhimmelistblauunddiewolkensindweiss.dynip.name/20120418-1200-gmt-new-ecb-premises-goethez-geeisernte-faust.jpg

... und so sehen "DIE" (sei sind mitten unter uns) das ...

http://www.ecb.int/ecb/premises/html/index.de.html

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