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27.12.2011

20:19 Uhr

Seltene Erden

China kappt die weltweite Versorgung mit Industriemetallen

Peking reagiert auf den Preisverfall und reduziert seine Exportquote für Seltene Erden. Die Metalle werden auf der ganzen Welt verarbeitet - zu Mobiltelefonen, Autos und Kampfpanzern. Technologiefirmen sind alarmiert.

Berge von Seltenen Erden lagern in der chinesischen Provinz Jiangsu: Das  Land will die verfügbare Menge verknappen. picture alliance/dpa

Berge von Seltenen Erden lagern in der chinesischen Provinz Jiangsu: Das Land will die verfügbare Menge verknappen.

PekingChina hat eine Kürzung seiner Exportquote für Seltene Erden angekündigt. Das Land will damit dem Preisverfall für die exotischen Metalle begegnen, die in Mobiltelefonen und anderen High-Tech-Geräten verarbeitet werden. Im ersten Halbjahr 2012 dürften 10.546 Tonnen Seltene Erden ausgeführt werden, teilte das Handelsministerium in Peking am Dienstag mit. Das entspricht einer Kürzung um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

China ist für 97 Prozent der weltweiten Fördermenge Seltener Erden verantwortlich. Bereits 2009 hatte Peking die Exporte gekürzt, dies sorgte bei ausländischen Technologiefirmen für Alarmstimmung. Die EU, USA, Japan sowie die Regierungen anderer Länder haben Peking aufgefordert, seine Exportbeschränkungen aufzuheben.

Trotz vorheriger Produktions- und Exportbeschränkungen sind die Preise für Seltene Erden in China zurückgegangen. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Sorgen der USA und europäischer Länder, die sich auf die Nachfrage nach den Metallen aus China auswirken. Um die Preise anzukurbeln hatte die chinesische Regierung den wichtigsten Produzenten Seltener Erden im Land angeordnet, die Produktion für einen Monat auszusetzen.

Wegen der Restriktionen sind Seltene Erden im Ausland wesentlich teurer geworden. Dadurch haben chinesische Hersteller von Produkten mit den exotischen Metallen einen Preisvorteil und ausländische Produzenten einen Anreiz, ihren Betrieb nach China zu verlagern.

Das chinesische Handelsministerium gab am Dienstag auch bekannt, dass nur elf Unternehmen Seltene Erden im Ausland verkaufen dürften. Für das erste Halbjahr 2011 hatten noch 26 Firmen eine Lizenz dafür erteilt bekommen.

Kommentare (15)

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no.7

27.12.2011, 18:33 Uhr

Hier kann man den Chinesen nur zustimmen. Landstriche werden ruiniert, damit der westen noch mehr e-schrott produzieren kann. Ganz recht so, nur hoch mit den preisen. Die deutsche Jubelindustrie kann es doch sowieso nicht stören, wo sie doch angeblich so bärenstark ist ?

Daniel

27.12.2011, 19:34 Uhr

Schade, dass bei der Ver(sch)wendung in Kampfpanzern und Hightech-Waffen vermutlich als letztes gespart wird.

Daniel

27.12.2011, 19:36 Uhr

"E-schrott" wird ja nun in allererster Linie in China selbst produziert. Und die Maßnahme dient mit Sicherheit nicht dazu, chinesische Landstriche zu überfluten, sondern um uns noch mehr von dem Mist schicken zu können.

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