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14.07.2011

22:04 Uhr

Seltene Erden

Chinas Exportpolitik sorgt für Verärgerung

Peking legt nun höhere Ausfuhrmengen für die in der Hochtechnologie heiß begehrten Seltenen Erden fest. Doch auf das Gesamtjahr gesehen sinkt die Menge der Metalle im Vergleich zu 2010. Das sorgt im Ausland für Unmut.

Seltene Erden und Metalle wie Wismut sind in der Hochtechnologie heiß begehrt. Quelle: dpa

Seltene Erden und Metalle wie Wismut sind in der Hochtechnologie heiß begehrt.

Peking/Shanghai/WashingtonChinas Regierung hat mit ihrer Exportpolitik für Seltene Erden erneut Unmut in Europa und den USA ausgelöst. Die Pekinger Führung legte am Donnerstag in einer zweiten Runde dieses Jahres zwar höhere Ausfuhrmengen für die in der Hochtechnologie heiß begehrten Rohstoffe fest. Doch auf das Gesamtjahr gesehen sinkt die Menge der Metalle im Vergleich zu 2010 etwas: auf 30.184 nach 30.258 Tonnen im Vorjahr. Das rief unmittelbar die Europäische Union (EU) und die USA auf den Plan.

„Das ist sehr enttäuschend“, erklärte EU-Sprecher John Clancy in einer E-Mail. Die EU dränge China weiter dazu, einen vollen, fairen, vorhersagbaren und gleichberechtigten Zugang zu Seltenen Erden sicherzustellen. Die USA reagierten mindestens ebenso verschnupft: „Wir sind tief verstört darüber, wie China marktverzerrende Exportbeschränkungen bei Rohstoffen wie Seltenen Erden einsetzt.“

Seltene Erden werden für den Bau zahlloser High-Tech-Produkte wie iPhones, Hybrid-Autos oder Computer sowie in der Rüstungsindustrie benötigt. China hat bei der Förderung nahezu eine globale Monopolstellung inne. Das Land löste schon im vergangenen Jahr einen Aufschrei der Empörung in Europa und den USA aus, als es einen höheren Eigenbedarf anmeldete und den Export scharf bremste. Die Preise Seltener Erden schossen in der Folge dramatisch in die Höhe.

Von

rtr

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