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23.09.2014

07:57 Uhr

Sicher vor Fälschungen

Neuer „Zehner“ jetzt im Umlauf

Glatte Oberfläche, markantes Wasserzeichen, tiefblaue Schrift: Ab heute werden in Europa die neuen Zehn-Euro-Scheine ausgegeben. Der neue „Look“ soll die Banknote sicherer vor Fälschern machen. Geht die Umstellung gut?

Sicherer und Robuster

Das sind die neuen Zehner

Sicherer und Robuster: Das sind die neuen Zehner

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FrankfurtDie zweite Euro-Generation bekommt Zuwachs: Von diesem Dienstag an wird der neue Zehn-Euro-Schein unters Volk gebracht – an Geldautomaten, Bankschaltern und Ladenkassen. Wie beim überarbeiteten Fünfer, der seit Mai 2013 im Umlauf ist, versprechen sich Europas Notenbanken besseren Schutz vor Fälschungen. Denn die neuen Scheine unterscheiden sich vor allem durch neue Sicherheitsmerkmale von ihren Vorgängern. Diese bleiben gültig und werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Spürbarste Veränderung der neuen Scheine: Ihre Oberfläche ist glatt, weil sie mit Speziallack überzogen ist – wie bereits beim Fünfer der neuen Generation. Das soll die „kleinen Scheine“, die rasch den Besitzer wechseln, haltbarer machen.

Auffälliger als beim alten Zehner sind das Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins: Beide zeigen das Motiv der griechischen Mythenfigur Europa – Namensgeberin des Kontinents. Die „Europa-Serie“ ist die zweite Euro-Generation seit Einführung des gemeinsamen europäischen Bargelds 2002. Der als glänzende Zahl aufgedruckte Wert „Zehn“ auf der Vorderseite ändert seine Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau, wenn man die Banknote etwas neigt.

Seit 2005 haben Währungsexperten an den neuen Sicherheitsmerkmalen getüftelt. Schließlich wollen die Währungshüter Geldfälschern stets mindestens einen Schritt voraus sein. Im ersten Halbjahr 2014 wurden europaweit 331.000 Blüten aus dem Verkehr gezogen.

Für die Umstellung auf den neuen Zehner wurden Automatenbetreiber und Banken nach Angaben der Bundesbank seit neun Monaten geschult. Denn die Probleme vom Mai 2013 sollen sich nicht wiederholen: Seinerzeit landete die neue Fünf-Euro-Note zwar in den Portemonnaies der Verbraucher. Doch Fahrschein oder Parkticket konnten die Menschen an vielen Automaten in Europa damit nicht bezahlen, weil deren Software nicht rechtzeitig geändert worden war.

4,3 Milliarden Stück der neuen Zehner sollen in den nächsten Wochen in Umlauf gebracht werden. Voraussichtlich Anfang 2016 soll der überarbeitete 20-Euro-Schein folgen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Konstantin Lewe

23.09.2014, 08:39 Uhr

Soso 43 Mrd.€ neues Bargeld also.
Quasi fast 10% bei rund 500 Mrd.€ Bargeld.

Herr Bernd Mayer

23.09.2014, 10:28 Uhr

Es findet ein weiterer gravierender Raubzug gegen Ihr Vermögen statt, denn nun lässt sich das Geld nicht mehr dividieren.
Auch wenn die EZB unaufhörlich beteuert “Ein Euro wäre ein Euro”, trifft das wie mein Schriftverkehr mit der EZB belegt nicht ganz den Nagel auf den Kopf. Bisher ließen sich die Banknoten durch die Länderkennungen eindeutig dem Emittenten zuordnen. Ein X auf der Banknote stand so ganz eindeutig für Deutschland als Ausgabeland der Banknote.

Wir haben längst den Boden der Tatsachen verlassen, aber wenn ein Staat pleite ist, wird die Währung entwertet. Was ist der Unterschied im Euro-System? Nur der politische Zwang!

Frau Anna Rudholzer

23.09.2014, 10:33 Uhr

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