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05.06.2015

12:46 Uhr

Sojapreise

Anhaltende Talfahrt oder Bärenfalle?

Quelle:Börse am Sonntag

Der Sojapreis ist seit geraumer Zeit auf Talfahrt. In der Vorwoche lieferte die Charttechnik nun ein weiteres Verkaufssignal. Aber sollte man wirklich auf eine Fortsetzung der Talfahrt setzen?

Der Sojapreis ist seit Monaten auf Talfahrt. dpa

Sojabohnen

Der Sojapreis ist seit Monaten auf Talfahrt.

DüsseldorfDie schnelle aktuelle Abwärtswelle beim Sojapreis begann im November 2014. Noch nie hatten die großen Spekulanten, also Banken, Fonds, etc., ein so großes Volumen an Short-Positionen aufgebaut, wie zuletzt. Damit wurde das bisherige Hoch von September 2014 getoppt. Kurz danach wurde das Preistief der vorangegangenen Abwärtsbewegung markiert. Ist dies auch diesmal der Fall?

Zur besseren Einordnung der aktuellen Positionierung der großen Spekulanten gilt es jedoch auch deren Long-Seite zu betrachten. Auch sie war zuletzt relativ hoch, obwohl sie von ihrem Zwischenhoch Anfang Mai etwas zurückkam. Insgesamt, also netto, zeigt sich damit derzeit dennoch eine sehr bearishe Positionierung. Solche Konstellationen können ein Kontraindikator sein. Sie müssen aber nicht zwangsläufig zu einem baldigen und ausgeprägtem Richtungswechsel führen.

Gleichwohl sollten neue, eventuell charttechnisch motivierte, Short Positionen mit Umsicht gemanagt werden. In den vergangenen Wochen waren solche Extremwerte mehrmals zu beobachten. Bislang setzte sich die Abwärtsbewegung jedoch fort. Der nun erfolgte Rutsch des Juli-Futures unter sein Tief von September könnte für eine anhaltende Abwärtsbewegung sprechen. Was aber passiert, wenn sich das jüngste Verkaufssignal als Bärenfalle herausstellt? Kommt es dann zum Short-Squeeze?

Schließlich sind auch die Commercials schon geraume Zeit relativ bullish positioniert. Interessant könnte es daher werden, wenn am 10. Juni das US-Landwirtschaftsministerium seine neuesten Ernteprognosen vorlegt. Werden sie weiteres Futter für die Bären liefern? Oder gibt es vielleicht preistreibende Impulse? Für letzteres müsste sich aber wohl an der fundamentalen Lage grundlegend etwas ändern. Derzeit dämpfen ein üppiges Angebot aus Südamerika und die flaue Nachfrage aus Asien den Preis.

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