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09.01.2004

15:45 Uhr

Spekulationen über eine Intervention der Bank of Japan

Euro hat Marke von 1,30 Dollar im Visier

Nach den Zahlen zum US-Arbeitsmarkt ist die europäische Gemeinschaftswährung auf ein neues Rekordhoch geklettert. Der Euro stieg auf 1,2852 Dollar.

HB FRANKFURT. „Die Daten waren ernüchternd und zeigen, dass sich die US-Wirtschaft vielleicht nicht so schnell erholt, wie das einige erwarten. Das hilft dem Euro und den europäischen Staatsanleihen“, sagte Analyst Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die Zahl der US-Stellen außerhalb der Landwirtschaft nahm im Dezember nach Angaben des Arbeitsministeriums in Washington um 1000 zu und verfehlte damit deutlich die optimistischeren Analystenerwartungen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Stellenanstieg um 130 000 gerechnet.

Am Freitagnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2816 Dollar. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,2747 (1,2586) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,2737 (1,2634) Dollar.

Am Morgen hatte der Dollar noch zeitweise zum Euro und zum Yen zugelegt. Händler vermuteten hinter der kurzzeitigen Erholung der US-Währung massive Interventionen Japans auf dem Devisenmarkt mit dem Ziel, den Yen-Anstieg zum Dollar zu bremsen. „Es gab Spekulationen über eine Intervention der Bank of Japan. Das stärkt den Dollar, schwächt den Yen und belastet gleichzeitig auch den Euro“, sagte ein Frankfurter Devisenhändler.

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