Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.09.2016

16:01 Uhr

Stabilisierung der Ölpreise

Iran sichert Opec Unterstützung zu

Iran will die Opec dabei unterstützen, die Ölpreise zu stabilisieren. Irans Ölminister hält Ölpreise zwischen 50 und 60 Dollar je Barrel für ökonomisch: Eine Überproduktion könne so verhindert werden.

Die derzeitige iranische Produktion soll etwas mehr als 3,8 Millionen Barrel pro Tag betragen. dpa

Ölkomplex im Iran

Die derzeitige iranische Produktion soll etwas mehr als 3,8 Millionen Barrel pro Tag betragen.

TeheranDer Iran hat der Opec seine volle Unterstützung bei der Stabilisierung der Ölpreise versprochen. Das Land unterstütze alle Entscheidungen der Produzenten, sagte Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh am Dienstag nach einem Treffen mit Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo in Teheran. Das Gespräch mit dem Vertreter der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) sei konstruktiv gewesen, sagte Sanganeh der Nachrichtenagentur Shana.

Öl-Experte Johannes Benigni: „Es wird abwärts gehen mit dem Ölpreis“

Öl-Experte Johannes Benigni

Premium „Es wird abwärts gehen mit dem Ölpreis“

In den vergangenen Wochen ging es für den Ölpreis kräftig nach oben. Können die Anleger endlich auf einen dauerhaften Preisanstieg hoffen? Nein, glaubt Öl-Experte Johannes Benigni. Sein Pessimismus hat drei Gründe.

Nach Einschätzung Sanganehs wäre derzeit ein Korbpreis zwischen 50 und 60 Dollar je Barrel (159 Liter) Öl für die Opec-Staaten ökonomisch und würde eine Überproduktion verhindern. Die weiteren Details wolle er mit den anderen Mitgliedsstaaten bei einem Treffen des Opec-Kartells Ende September in Algerien diskutieren. Die Ölpreise waren von Mitte 2014 bis Ende 2015 um bis zu 70 Prozent eingebrochen.

Der Iran wollte bisher nur über eine konkrete Begrenzung der Fördermenge sprechen, wenn die Produktion in dem Land mehr als vier Millionen Barrel pro Tag erreicht und damit das Niveau aus der Zeit vor Verhängung der westlichen Sanktionen.

Die derzeitige iranische Produktion soll etwas mehr als 3,8 Millionen Barrel pro Tag betragen. Frühere Bemühungen des Kartells und Nicht-Opec-Ländern wie Russland, sich auf eine Begrenzung der Fördermenge zu einigen, hatten bisher kein Ergebnis gebracht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×