Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.03.2013

07:54 Uhr

Stabilisierung

Ölpreis steigt wieder

Nach dem Preisrutsch vom Montag stabilisiert sich der Ölpreis wieder. Die Ursache sahen Händler in dem Entgegenkommen der Euro-Partner bei Zyperns Zwangsabgabe auf Bankeinlagen.

Der Öl-Preis zieht wieder an. dpa

Der Öl-Preis zieht wieder an.

SingapurDie Ölpreise haben sich am Dienstag nach zeitweise deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn stabilisiert. Händler nannten das Entgegenkommen der Euro-Partner Zyperns bei der geplanten Zwangsabgabe auf zyprische Bankeinlagen als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Mai-Lieferung 109,25 Dollar. Das waren 26 Cent weniger als am Montag.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April sank um sechs Cent auf 93,68 Dollar. Am Montag hatten die Notierungen deutlich niedriger gelegen.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Die Euro-Finanzminister wollen dem von einer Bankenkrise geplagten Zypern mehr Flexibilität bei der geplanten Abgabe auf Sparguthaben einräumen. Solange das anvisierte Aufkommen von 5,8 Milliarden Euro sichergestellt ist, kann Zypern demnach die Abgabe progressiver ausgestalten. Geplant ist offenbar, Kleinsparer zu entlasten. Am Montag hatte sich die allgemeine Marktstimmung zeitweise deutlich eingetrübt, weil die Belastung von zyprischen Bankkunden für große Unsicherheit gesorgt hatte. Auch die Ölpreise wurden belastet.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×