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14.03.2012

20:19 Uhr

Starke Erholung

Der Euro lässt sich nicht klein kriegen

VonIngo Narat

Als hoffnungslos verloren galt der Euro vor kurzem noch in den Augen von Experten. Doch die Stimmung dreht: Die Gemeinschaftswährung zeigt Stärke und überrascht damit auch die Kritiker. Ganz mundtot sind sie aber nicht.

Der Euro hat sich von seinem Tief im Januar deutlich erholt. dpa

Der Euro hat sich von seinem Tief im Januar deutlich erholt.

FrankfurtVor wenigen Monaten noch redeten sich die Experten den Kopf darüber heiß, dass der Euro womöglich auseinanderbrechen könnte. Die europäische Gemeinschaftswährung schien angesichts des erwarteten Schuldenschnitts in Griechenland und der drohenden Infektion anderer EU-Peripherieländer unrettbar verloren.

Jetzt ist die Lage eine andere. Der Euro hat sich von seinem Tief unterhalb von 1,27 Dollar im Januar deutlich erholt. Inzwischen gab es eine Umschuldung von Griechenlandanleihen und zwei EZB-Geldspritzen von insgesamt mehr als einer Billion Euro. Zudem sind die neuen Konjunkturdaten aus Deutschland vielversprechend.

Gestern bestätigte das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim die vorsichtigen Optimisten. Die angekündigte Rezession wird wohl nicht eintreten. Deutschland bleibt stark – und zahlungskräftig.

Analysten müssen sich wohl oder übel am Markt orientieren. Wie so oft passen sie deshalb derzeit ihre Prognosen den neuesten Kursentwicklungen an. Am 26. Januar hatten die Währungsprofis von über 50 Finanzhäusern in einer Umfrage der Agentur Bloomberg den Euro per Ende des dritten Quartals 2012 noch bei 1,26 Dollar gesehen.

Jetzt schätzen die gleichen Experten immerhin schon 1,29 Dollar. Das ist zwar noch weit entfernt von früheren Prognosen. Aber die Beobachter glauben, doch eine Stabilisierung zu erkennen. Manche erwarten sogar weitere Fortschritte bei der Erholung der Gemeinschaftswährung.

Unter den Bekehrten finden sich große Namen. Auf der Liste stehen Häuser wie die Bank of America und Morgan Stanley. John Normand etwa, der die weltweite Währungsstrategie bei JP Morgan Chase in London leitet, sieht den Euro Ende Juni bei 1,34 Dollar.

Kommentare (12)

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14.03.2012, 20:38 Uhr

"Als hoffnungslos verloren galt der Euro vor kurzem noch in den Augen von Experten. Doch die Stimmung dreht: Die Gemeinschaftswährung zeigt Stärke und überrascht damit auch die Kritiker. "

Entschuldigung aber vielleicht sollte da mal jemand von seinem Raumschiff zurück auf die Erde kommen statt vom MArs oder Melmak aus solche News zu verfassen. Was kommt den als nächstes? Achso, ist ja schon alles durch... Rekordbeschäftigung, Rekordumsätze, RekordExpor und und und.... wie bei Göbbels

Account gelöscht!

14.03.2012, 20:38 Uhr

Was für einen haarsträubenden Blödsinn da einige PISA-Schreiberlinge von sich geben. Der Euro ist in gut einer Woche um gut 4Cent gefallen, und das trotz extrem €-positivem Umfelds wie steigenden Aktienmärkten und sinkender Risikoaversion. Alle €-positiven Erwartungen sind bereits eingepreist jetzt kann es nur noch abwärts gehen, z.B durch sinkende Aktienkurse oder Ansteckung und Probleme weiterer PIIGS-Staaten. Derartige Desinformation kann nicht nur die Dummheit eines HB-Schreiberlings sein, sondern handfeste Eigeninteressen. Ich sehe den € in den nächsten 2 Wochen bei 1,27

Account gelöscht!

14.03.2012, 21:02 Uhr

@karsten

Es wird Zeit, das Schwert zu polieren, die Fackel anzuzünden und auf Berlin zu marschieren ...

Mein G*tt, seid Ihr schlechte Verlierer ...

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