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09.07.2013

15:46 Uhr

Starke US-Währung

„Der Dollar ist König“

Die US-Währung ist derzeit Spitzenreiter auf den Devisenmärkten und wird die Position wohl weiter festigen: Währungsexperten sehen den Dollar in einer optimalen Position – und erst am Anfang eines langen Aufwärtstrends.

Dollarnoten: In den letzten drei Monaten legte die US-Währung 5,6 Prozent zu. AFP

Dollarnoten: In den letzten drei Monaten legte die US-Währung 5,6 Prozent zu.

Der Dollar-Index, der die Entwicklung der US-Währung gegenüber sechs weiteren Währungen nachzeichnet, stieg am Montag auf den höchsten Stand seit Juli 2010. Nach dem Durchbrechen technischer Widerstände dürfte der Dollar um weitere fünf Prozent zulegen. Optionshändler wetten darauf, dass 29 von 31 wichtigen Währungen, die Bloomberg beobachtet, dieses Jahr gegenüber dem Dollar nachgeben werden.

„Der Dollar ist in einer optimalen Position“, sagte David Bloom, Leiter Devisenstrategie weltweit bei HSBC Holdings Plc in London, in einem Telefoninterview am 5. Juli. „Der Dollar wird weiter stark sein und alle anderen Währungen dominieren.“

Zwar droht die Stärke des Dollar Barack Obamas Bemühungen um eine Steigerung der Exporte zu behindern, sie ist aber auch ein Signal dafür, dass die US-Wirtschaft auf dem Vormarsch ist, seit das Arbeitsministerium einen über Erwarten starken Anstieg der Beschäftigung im Juni meldete.

Dollar, Euro, Pfund - die Weltwährungen im Vergleich

1999

Anteil an weltweiten Währungsreserven:

Dollar: 66,4 Prozent
Euro: 22 Prozent
Yen: 7,1 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige*: 1,5 Prozent

*exklusive Schweizer Franken

Quelle: EZB, Juli 2013

2000

Dollar: 66,6 Prozent
Euro: 23,6 Prozent
Yen: 7,3 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,4 Prozent

2001

Dollar: 63,5 Prozent
Euro: 25,5 Prozent
Yen: 6,8 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,1 Prozent

2002

Dollar: 62,1 Prozent
Euro: 27,7 Prozent
Yen: 5,5 Prozent
Pfund: 2,6 Prozent
Sonstige: 1,4 Prozent

2003

Dollar: 64,7 Prozent
Euro: 25,8 Prozent
Yen: 4,8 Prozent
Pfund: 2,5 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2004

Dollar: 66,3 Prozent
Euro: 24,2 Prozent
Yen: 4,6 Prozent
Pfund: 2,8 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2005

Dollar: 64,3 Prozent
Euro: 25,9 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,7 Prozent

2006

Dollar: 65,1 Prozent
Euro: 25 Prozent
Yen: 4,2 Prozent
Pfund: 3,6 Prozent
Sonstige: 1,8 Prozent

2007

Dollar: 65,9 Prozent
Euro: 24,2 Prozent
Yen: 3,9 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2008

Dollar: 64,6 Prozent
Euro: 25,2 Prozent
Yen: 3,3 Prozent
Pfund: 4,5 Prozent
Sonstige: 2,2 Prozent

2009

Dollar: 63,4 Prozent
Euro: 25,9 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 4,3 Prozent
Sonstige: 3,1 Prozent

2010

Dollar: 62,1 Prozent
Euro: 25,8 Prozent
Yen: 3,5 Prozent
Pfund: 4,1 Prozent
Sonstige: 4,5 Prozent

2011

Dollar: 62,2 Prozent
Euro: 25,1 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 4 Prozent
Sonstige: 5,4 Prozent

2012

Dollar: 61,9 Prozent
Euro: 23,9 Prozent
Yen: 3,9 Prozent
Pfund: 4 Prozent
Sonstige: 6,1 Prozent

Die amerikanischen Unternehmen haben im Juni 195.000 neue Mitarbeiter eingestellt - ein Anzeichen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft an Schwung gewinnt. Damit steigen die Erwartungen, dass die Fed ihr Anleihekaufprogramm bereits im September herunterfahren könnte und untermauert die Bedeutung der Währung zu einer Zeit, da sich EZB und Bank of England auf weiter niedrige Zinsen einschwören, China seine Wirtschaftsziele zu verfehlen droht und Indien und Japan sich mühen, ihr Wachstum in Gang zu bringen.

Der Dollar Index von Intercontinental Exchange bildet die Entwicklung des Dollar gegenüber dem Euro, dem Yen, dem Pfund, dem Franken, dem kanadischen Dollar und der schwedischen Krone ab. Er erreichte am Montag einen Wert von 84,588, den höchsten seit Juli 2010. Am vergangenen Freitag machte er bereits einen Satz von 1,5 Prozent auf 84,449, der stärkste Anstieg seit November 2011.

Kommentare (9)

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Mist

09.07.2013, 16:00 Uhr

Das am höchsten verschuldet Land hat die stärkste Währung ?
Schlaft alle weiter!! Amerika ist mehr als Pleite und die
Währung ist AUFSTEIGEND ??? Bitte einmal nachdenken !!!

Inflate_Or_Die

09.07.2013, 16:04 Uhr

Diese "Experten"-Schwachmaten erkennen nicht, was die (Dollar-)Stunde geschlagen hat oder wollen die Anleger bewusst an der Nase herumführen.
Lesen, bevor es (da es die tatsächliche Situation des USD beschreibt) wieder gelöscht wird:
"Das Problem besteht darin, dass die Welt bis heute den Dollar als Leit- und Handelswährung benutzt und viele Länder große Währungsreserven in Dollar und US-T-Bonds halten, die kontinuierlich an Kaufkraft verlieren. China, Russland und die anderen BRICS-Staaten sind gerade dabei, sich aus der eisernen und tödlichen Umarmung des US-Dollars zu befreien. Sie bauen ein Handelssystem auf, das auf Goldwechseln basiert und den US-Dollar umgeht. Und sie setzen noch eins drauf – der erste Schritt besteht darin, dass vorhandene US-Dollars und US-T-Bonds als Bezahlung benutzt werden – unter anderem für physische Goldimporte. Mit anderen Worten: die BRICS-Staaten wandeln ihre giftigen Dollar-Reserven in physisches Gold um und schicken das Gift dahin zurück, wo es herkam… Dagegen ist die USA völlig machtlos – weil dieser Prozess so geschickt und langsam voran getrieben wird, dass das wahre Ausmaß erst dann zutage treten wird, wenn es zu spät ist."
http://der-klare-blick.com/2013/07/silbernews-9-07-13/

USD

09.07.2013, 16:27 Uhr

Wer US Dollar ablehnt is ein Feind der Demokratie, Wohlstand und Freiheit. Das hatte auch Saddam Hussain zu spüren bekommen.

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