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20.06.2013

09:26 Uhr

Strengere Geldpolitik

Fed-Ankündigung drückt Euro

Im fernöstlichen Devisenhandel hat sich der Dollar infolge der Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke weitgehend konstant gehalten, während der Euro auf den niedrigsten Stand seit sieben Handelstagen fiel.

Schon am Mittwochabend war die Gemeinschaftswährung nach den Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke unter die psychologisch wichtige Marke von 1,33 Dollar gerutscht. dpa

Schon am Mittwochabend war die Gemeinschaftswährung nach den Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke unter die psychologisch wichtige Marke von 1,33 Dollar gerutscht.

SydneyDie Aussicht auf eine rigidere Geldpolitik in den USA hat am Donnerstagmorgen dem Dollar weiteren Auftrieb gegeben. Im Gegenzug fiel die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,3248 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,3406 (Dienstag: 1,3374) Dollar festgesetzt. "Bernanke ist deutlicher geworden, als der Markt es erwartet hat", sagte Yuji Saito, Währungshändler bei Credit Agricole in Tokio. "Die Richtung des Dollar ist ab jetzt festgelegt." Die Fed könnte laut Bernanke ihren extrem laxen geldpolitischen Kurs noch in diesem Jahr verlassen und ihre milliardenschweren monatlichen Anleihekäufe bis Mitte kommenden Jahres beenden. Letztlich hänge der Zeitpunkt von der Entwicklung des Arbeitsmarktes ab.

Auch der australische Dollar und die Währungen von Schwellenländern gerieten unter Druck. Zum Yen stieg der Dollar um 0,3 Prozent auf 96,74 Yen, nachdem er zuvor ein Ein-Wochen-Hoch von 97,03 Yen erreicht hatte.

Am Mittwochabend hatte Bernanke die Finanzmärkte mit Äußerungen zum möglichen Zeitplan für die Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe in Aufruhr versetzt, mit denen die Fed die Wirtschaft anschieben will. Sollten die Konjunkturdaten wie erwartet ausfallen, sei eine erste Reduzierung der Käufe „später in diesem Jahr“ möglich. In der Folgezeit könnten sie schrittweise verringert und Mitte 2014 komplett eingestellt werden.

Am Donnerstag steht eine Flut an Konjunkturdaten an. China machte am Morgen den Anfang mit schwachen Stimmungswerten aus der Industrie und dürfte so für eine gut behauptete Eröffnung beim Bund-Future sorgen. In der Eurozone stehen die Einkaufsmanagerumfragen im Fokus, in den USA werden ebenfalls Stimmungsindikatoren sowie Zahlen vom Arbeits- und Häusermarkt erwartet. Außerdem versteigern Spanien und Frankreich Staatsanleihen. Beide müssen mit steigenden Zinsen rechnen.

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