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16.09.2013

17:19 Uhr

Summers-Rückzug

Euro legt kräftig zu

Nach der Absage von Lawrence Summers als neuer Fed-Chef hat sich der Euro gegenüber dem Dollar deutlich verbessert. Auch zu anderen Währungen ist der Dollar gefallen.

Der Dollar ist gegenüber dem Euro gefallen. Grund ist die Absage von Lawrence Summers zur Fed-Kandidatur. ap

Der Dollar ist gegenüber dem Euro gefallen. Grund ist die Absage von Lawrence Summers zur Fed-Kandidatur.

Wellington/ FrankfurtDer Kurs des Euro hat am Montag kräftig zugelegt. Nachdem Top-Kandidat Larry Summers sich aus dem Rennen um die Spitze der US-Notenbank Fed zurückgezogen hat, setzen Anleger auf eine dauerhaft lockere Geldpolitik und werfen US-Dollar auf den Markt. Im Gegenzug steigen alle anderen großen Währungen.

Der Euro kletterte am Nachmittag bis auf 1,3386 Dollar. Damit stand die Gemeinschaftswährung fast einen Cent höher als vor dem Wochenende. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3357 (Freitag: 1,3295) Dollar festgesetzt.

Der ehemalige US-Finanzminister Summers kommt als Nachfolger von US-Notenbankchef Ben Bernanke nicht mehr in Frage. „Ich bin schweren Herzens zu dem Schluss gekommen, dass ein mögliches Bestätigungsverfahren bitter würde und nicht im Interesse der Federal Reserve, der Regierung oder letztendlich im Interesse der andauernden wirtschaftlichen Erholung der Nation stünde“, heißt es in einem Schreiben an Präsident Barack Obama vom Sonntag. Eine Entscheidung, die an den Finanzmärkten für Aufregung sorgte.

Während die Nachricht an den Börsen freudig aufgenommen wurde - der deutsche Leitindex Dax kletterte auf ein neues Rekordhoch - geriet der Dollar auf die Verkaufslisten. Der Grund: Aussichtsreichste Bewerberin für den Notenbankvorsitz ist nun Janet Yellen. Anders als Summers gilt die Vizechefin der Fed als Befürworterin einer sehr lockeren Geldpolitik. Liquidität ist an den Aktienmärkten gern gesehen, da sie den Anlagedruck erhöht. Verwässert wird dabei jedoch der Wert der Devisen, in der das billige Geld gedruckt wird.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83850 (0,83990) britische Pfund, 132,05 (132,43) japanische Yen und 1,2374 (1,2376) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1324,00 (1318,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 110,00 (31 130,00) Euro.

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