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20.02.2004

17:35 Uhr

Terrorwarnung in Japan belastet

Eurokurs legt Rückwärtsgang ein

Nach dem Rekordhoch am Mittwoch ist der Kurs des Euro am Freitag eingebrochen und unter 1,26 Dollar gesackt. Händler führten dies auf die erhöhte Terrorwarnung in Japan zurück.

HB FRANKFURT. Bis zum späten Nachmittag sank der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,2543 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2663 (Donnerstag: 1,2724) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7897 (0,7859) Euro. Noch am Mittwoch erreichte der Euro mit 1,2925 Dollar einen neuen Rekordstand.

„Belastet worden sind Yen und Euro offensichtlich durch die Auslösung der höchsten Terrorwarnstufe in Japan am Nachmittag“, sagte Stefan Klomfass, Devisenexperte bei Helaba Trust. Daraufhin sei der Yen und in dessen Sog auch der Euro kräftig unter Druck geraten. Der Dollar stieg binnen Minuten um rund einen Yen auf 108,95 Yen.

Vor den Nachrichten aus Japan hatten die im Januar in den USA stärker als erwartet gestiegenen Verbraucherpreise bereits eine Aufwärtsentwicklung beim Dollar ausgelöst. Der Verbraucherpreisindex war um 0,5 Prozent geklettert. Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Dies Entwicklung stehe der Erwartung vieler Notenbanker weiter geringer Inflationsraten entgegen und verstärke die Zinserhöhungsangst etwas, sagten Händler. Höhere Zinsen würden Anlagen in den USA attraktiver machen und die Nachfrage nach US-Dollar erhöhen. Zur Zeit liegt der Leitzins in den USA bei 1,00 Prozent.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6734 (0,6708) britische Pfund, 136,51 (135,85) japanische Yen und 1,5758 (1,5763) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 405,25 (409,80) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 10 365 (Vortag: 10 390) Euro.

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