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29.03.2011

10:52 Uhr

Trichet-Aussagen

Zinsspekulationen halten Euro auf Kurs

Erhöht die EZB im April die Zinsen? Am Markt reißen die Spekulationen nicht ab. Neue Äußerungen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet zur Inflation schüren Phantasie und stützen den Euro.

Tut er's oder tut er's nicht? Die Märkte erwarten von EZB-Chef Jean-Claude Trichet eine Zinserhöhung. Quelle: Reuters

Tut er's oder tut er's nicht? Die Märkte erwarten von EZB-Chef Jean-Claude Trichet eine Zinserhöhung.

DüsseldorfZinsfantasien haben den Euro am Dienstag wieder über 1,41 Dollar gehievt. Händlern zufolge wirkten Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet nach, wonach die Inflationsraten inzwischen dauerhaft über dem Stabilitätsziel lägen. Investoren hatten die Äußerungen vom Montagnachmittag als neuerlichen Hinweis auf eine kurz bevor stehende Zinserhöhung aufgenommen. Die Gemeinschaftswährung stieg bis auf 1,4144 Dollar nach 1,4080 Dollar im späten Vortagesgeschäft.

Die Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung in der Euro-Zone belastete auch das Pfund Sterling, das zum Euro auf ein Fünf-Monats-Tief fiel. Die Gemeinschaftswährung stieg zeitweise bis auf 88,36 Pence. Erwartungen, dass die EZB vor der Bank of England die Zinswende einleiten könnte und die anhaltenden Sorgen über den wackeligen Zustand der britischen Wirtschaft hätten das Pfund unter Druck gesetzt, sagte ein Händler. Zinserhöhungen machen Anlagen in der jeweiligen Währung attraktiver.

Der japanische Yen notierte nahezu unverändert; für einen Dollar wurden 81,70 Yen gezahlt. Ein Händler einer großen japanischen Bank berichtete über hohe Dollar-Offerten japanischer Exporteure zu Kursen um 82 Yen. Der Dollar sei anfällig, um in Richtung 80,80 Yen zu fallen. Allerdings seien Investoren sehr vorsichtig, da sie eine Yen-Stärke und damit ein absehbar erneutes Eingreifen der Notenbank verhindern wollten.

 

Von

rtr

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