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02.03.2017

13:48 Uhr

Trotz explodierender Zinswetten

Dollar-Anstieg eher verhalten

Bei der US-Notenbank herrscht große Aufregung, denn es wird eine Anhebung des US-Leitzins erwartet. Der Dollar zeigt sich davon unbeeindruckt. Der Index legte nur um weit weniger als ein Prozent zu.

Devisenhändler verfolgen gespannt die Auswirkungen der wahrscheinlichen Zinserhöhung. dpa

Dollar-Index

Devisenhändler verfolgen gespannt die Auswirkungen der wahrscheinlichen Zinserhöhung.

FrankfurtTrotz der stark zunehmenden Spekulationen auf eine US-Zinserhöhung noch in diesem Monat ist der Dollar am Donnerstag nur moderat vorwärts gekommen. Der Dollar-Index, der die Devise zu anderen wichtigen Währungen misst, kletterte um 0,2 Prozent auf ein Anderthalb-Monatshoch von 102 Zählern. Zum japanischen Yen gewann er ein halbes Prozent auf ein Zwei-Wochenhoch von 114,32 Yen. Der Euro fiel um 0,2 Prozent auf 1,0523 Dollar.

Angesichts immer stärkerer Signale aus der US-Notenbank Fed erscheint eine Zinsanhebung im März praktisch als ausgemachte Sache. Nach mehreren Chefs regionaler Fed-Ableger meldete sich nun die einflussreiche Direktorin Lael Brainard zu Wort: Dank anziehender Weltwirtschaft und verbesserter Bedingungen in den USA sei eine Erhöhung schon bald denkbar, sagte sie in einer Rede. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed nach ihrer Anhebung vom Dezember nun nachlegt, wird an den Terminmärkten momentan auf rund 70 Prozent taxiert. Noch vorige Woche war die Chance dafür auf 20 Prozent geschätzt worden.

Devisen: Aussicht auf steigende US-Zinsen drückt Euro

Devisen

Aussicht auf steigende US-Zinsen drückt Euro

Der Euro-Kurs ist am Donnerstag leicht gesunken. In den USA sprechen sich immer mehr führende Notenbanker für eine Erhöhung der Leitzinsen im März aus – das belastet den Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung.

Einigen Marktteilnehmern scheint angesichts dieses drastischen Umschwungs der bisherige Dollar-Anstieg von lediglich 0,7 Prozent innerhalb einer Woche nicht steil genug. „Die Tatsache, dass der Dollar es nicht geschafft hat in einer ordentlichen Größenordnung zuzulegen, bereitet den Dollar-Optimisten Sorgen“, sagte Portfoliomanager Richard Benson vom Währungsfonds Millennium Global. „Das Problem momentan ist, dass wenn Du als Investor eine Weile nicht dabei warst, positionierst du dich jetzt gegen den Euro – bei einem bereits schon fast vollständig eingepreisten Fed-Zinsschritt.“ Entsprechend könne es für den Dollar schwierig werden, die nächsten zwei Prozent Kurssteigerung hinzulegen.

Von

rtr

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