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06.07.2012

10:09 Uhr

Trotz EZB-Eingriff

Euro dümpelt weiter unter 1,24 Dollar-Marke

Nach der EZB-Leitzinssenkung hat der Euro-Kurs leicht nachgegeben. Damit zeigen die Händler, wie wenig beeindruckt sie von der neuen Maßnahme der Zentralbank sind. Für vorsichtigen Optimismus sorgen Daten aus den USA.

Der Euro bleibt gegenüber dem Dollar schwach. dpa

Der Euro bleibt gegenüber dem Dollar schwach.

FrankfurtDer Euro bleibt nach der EZB-Zinssenkung angeschlagen. Die Gemeinschaftswährungen fiel am Freitag bis auf 1,2373 Dollar zurück nach einem Vortagesschluss von 1,2391 Dollar. Der Markt traue der EZB nicht mehr zu, dass sie die Probleme in der Euro-Zone zu lösen vermag, schreibt Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz in einem Kommentar. „Denn wer glaubt schon wirklich, dass die EZB mit der gestrigen Zinssenkung die Konjunktur in der Eurozone auch nur marginal anzuschieben vermag. Auch am Geldmarkt wird eine Bank kaum beginnen, einer anderen Bank, der sie nicht traut, wieder Geld zu leihen, nur weil der Einlagensatz der EZB nochmals um einen Viertelprozentpunkt gesunken ist.“

Der Rat der Europäischen Zentralbank senkte am Donnerstag den Leitzins für die Währungsunion erstmals auf 0,75 Prozent. Darüber hinaus sinkt der Zinssatz, den Banken von der EZB gutgeschrieben bekommen, wenn sie bei ihr Liquidität parken, zum ersten Mal auf 0 von zuvor 0,25 Prozent.

Ihre Aufmerksamkeit richten die Anleger zum Wochenschluss auf die US-Arbeitsmarktdaten. „Der Beschäftigungsreport des Arbeitsmarktdienstleisters ADP fiel besser aus als erwartet und deutet im Juni einen anhaltenden Stellenaufbau an. Insofern dürfte auch der offizielle Arbeitsmarktbericht ein Stellenplus aufweisen“, schreibt Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Plus von 90.000 neuen Stellen.


Von

rtr

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