Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.04.2012

17:24 Uhr

Trotz Schuldenkrise

Euro hält sich über 1,32 Dollar

Der Euro ist „unkaputtbar“: Trotz einer Verschärfung der Schuldenkrise bleibt die Gemeinschaftswährung stabil über 1,32 Dollar. Nur die erwartet schwachen Konjunkturdaten aus Spanien haben dem Euro leicht zugesetzt.

Eine Euro-Münze steht auf einer EU-Fahne. dpa

Eine Euro-Münze steht auf einer EU-Fahne.

FrankfurtDer Euro hat sich zum Wochenauftakt stabil über der Marke von 1,32 US-Dollar behaupten können. Händler bezeichneten die Gemeinschaftswährung vor dem Hintergrund der sich wieder zuspitzenden Schuldenkrise als „unkaputtbar“. Am Nachmittag kostete der Euro 1,3234 Dollar und damit kaum weniger als am Morgen.

In der Spitze erreichte er 1,3268 Dollar und damit fast den höchsten Stand seit Monatsbeginn. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3214 (Freitag: 1,3229) Dollar festgesetzt. Marktbeobachter sprachen am Brückentag vor dem 1. Mai von einem vergleichsweise ruhigen Handel ohne besonders starke Impulse. Konjunkturdaten aus Spanien, die nun auch offiziell belegen, dass die viertgrößte Euro-Volkswirtschaft im Auftaktquartal in der Rezession angekommen ist, sorgten für leichte Belastung für den Euro.

Allerdings brachten die Zahlen am Markt keine Überraschung. „Die Regierung und die Notenbank in Madrid hatten bereits angedeutet, dass es zum zweiten Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Folge kommt“, erklärte Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Deutlicheren Druck auf die Gemeinschaftswährung hätten da schon die neuen Zahlen der EZB zur Kredit- und Geldmenge entfalten können. So ist das Kreditvolumen im März den zweiten Monat in Folge rückläufig gewesen. „Der lahmende Kreditprozess ist allerdings mehr Folge als Ursache der wirtschaftlichen Schwäche des Euroraums“, sagte Postbank-Experte Thilo Heidrich. Die Daten zeigen zudem, dass die riesigen Geldspritzen der Notenbank von insgesamt einer Billion Euro größtenteils noch nicht in der Realwirtschaft angekommen sind.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81295 (0,81530) britische Pfund, 105,85 (106,75) japanische Yen und 1,2018 (1,2014) Schweizer Franken festgelegt. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1651,25 (Freitag: 1663,5) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39 700,00 (39 500,00) Euro.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×