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12.09.2011

13:25 Uhr

Umfrage

Einfluss von Derivaten am Goldhandel gering

Der Goldhandel wird nicht so stark von Termingeschäften und Derivaten beeinflusst wie bisher angenommen. Dies geht aus einer Umfrage der London Bullion Market Association (LBMA) hervor.

Neue Umfrageergebnisse relativieren den Einfluss von Derivaten und Termingeschäften auf den Goldhandel. ap

Neue Umfrageergebnisse relativieren den Einfluss von Derivaten und Termingeschäften auf den Goldhandel.

FrankfurtAm Londoner Markt fanden im ersten Quartal 2011 rund 90 Prozent der Käufe und Verkäufe in Barren und ähnlicher Form am Spotmarkt statt, wie das Ergebnis einer Umfrage der London Bullion Market Association (LBMA) zeigt. Demnach machten Forward-Termingeschäfte nur fünf Prozent der Verkäufe und vier Prozent der Käufe aus, andere Derivate wie Optionen und Swaps sechs beziehungsweise fünf Prozent.

Diese Erkenntnis relativiert die verbreitete These, dass Derivate und sonstige Finanzprodukte den Goldpreis inzwischen stark beeinflussen. In den vergangenen Jahren hat das Angebot an entsprechenden Produkten stark zugenommen. Dazu gehören auch börsennotierte Indexfonds (ETFs) und Exchange Traded Commodities (ETCs), welche die Wertentwicklung von Gold über Derivate nachvollziehen.

Insgesamt wurden über die LBMA im ersten Quartal 2011 Goldgeschäfte im Umfang von rund 10,9 Milliarden Feinunzen (jeweils rund 31,1 Gramm) getätigt. Das macht pro Tag im Schnitt 173,7 Millionen Feinunzen. An der Umfrage haben 36 von 56 Banken, Händlern und Förderunternehmen teilgenommen, die ihre Geschäfte über die LBMA abwickeln. Darunter waren alle Market Maker, die Spot- und Termingeschäfte am Londoner Markt betreuen.

Die Zahlen der LBMA sind die ersten umfassenden zum Goldhandel seit 1996. Damals hatte die Bank of England entsprechend geforscht. Die Initiative zur LBMA-Umfrage ging vom Branchenverband World Gold Council aus. Dieser will durchsetzen, dass Gold als hochliquider Vermögenswert angesehen wird. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Edelmetall im Rahmen der verschärften Eigenkapitalrichtlinien für Banken - bekannt als Basel III - als Liquiditätspuffer in Frage kommt. Bislang hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht das nicht vorgesehen.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Rosaliusz

12.09.2011, 17:26 Uhr

Und wer hat die Umfrage gemacht? Und vor allem bei wem? Haben Sie etwa bei Deutsche Bank, Societe Generale HSBC und J.P Morgan nachgefragt?

Die Wahrheit ist doch DIE: diese Gold- und Silberkurse die wir tagtäglich zu sehen bekommen HABEN NICHTS MEHR MIT GOLD UND SILBER oder ihrem eigentlichem Wert am HUT!

Wenn Griechenland aus der EU ausscheidet wird Deutschland mehrere zig Milliarden gleich abschreiben können, wwobei das noch gar nicht das schlimmste ist! Gleich danach werden die Portugiesesn raus wollen, weil Sie ihre Wirtschaft mit einem eigenen Peso eher ankurbeln können in dem sie ihn einfach gegenüber andere Länder abwerten.

Der Schaden wird unermäßlich sein, und durchaus ausreichen um die bestehenden Geldsysteme kollabieren zu lassen.
Dann werden wir den whren Wert von Gold und Silber kennenlernen - denn dann wollen es alle haben und das einzige was sie dann nicht haben wollen ist das Papierzeug.

Was Banksters aber mit dem Papiergold und Papiersilber veranstalten nenne ich sehr wohl psychologische Beeinflussung der Masse. Aber Gold und Silber wird da gar nicht gehandelt, sondern Werte die theoretisch da sind, physisch aber nicht lieferbar sind!

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