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07.01.2011

07:01 Uhr

Unter 1,30 Dollar

Euro-Talfahrt beschleunigt sich

Am Devisenmarkt sind die Rollen zurzeit klar verteilt: Der Dollar profitiert von wachsender Hoffnung auf eine anziehende US-Konjunktur. Der Euro dagegen wird ein uns andere Mal von den Sorgen um die europäischen Schuldenstaaten eingeholt. Sollten die Daten vom US-Arbeitsmarkt am Nachmittag positiv ausfallen, droht sich die Talfahrt fortzusetzen.

HB DÜSSELDORF. Die neue Stärke des Dollars hat den Euro erstmals seit vier Monaten wieder unter die Marke von 1,30 Dollar gedrückt. Während die US-Währung von zunehmendem Konjunkturoptimismus profitiert, lasten starke Verluste der Anleihen aus europäischen Schuldenstaaten sowie die EU-Pläne, Bankengläubiger bei Krisen stärker an den Kosten zu beteiligen, auf dem Euro.

Die europäische Gemeinschaftswährung sank in der Spitze auf 1,2965 und lag am Morgen nur geringfügig oberhalb dieser Marke. In den vergangenen beiden Tagen hat er im Vergleich zum Dollar mehr als zwei Prozent an Wert eingebüßt. Sollte er die charttechnische Unterstützungsmarke im Bereich von 1,2970 Dollar nachhaltig unterschreiten, fürchten Analysten von BNP Paribas weitere Verluste. "Ein Durchbruch nach unten würde Abwärtspotenzial bis auf 1,2590 Dollar ergeben", schreiben sie in einer aktuellen Analyse.

Wie es für den Euro kurzfristig weitergeht, dürfte entscheidend am monatlichen US-Arbeitsmarktbericht hängen, der am Nachmittag veröffentlicht wird. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg erwarten Analysten im Schnitt einen Stellenzuwachs um 150.000 Jobs. Sollten die Erwartungen übertroffen werden, kann es für den Euro schnell weiter abwärts gehen.

Kommentare (21)

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Ehre, wem Ehre gebührt

07.01.2011, 08:19 Uhr

Die EU-Pläne, bankengläubiger bei Krisen stärker an den Kosten zu beteiligen, lasten auf dem Euro.
Die EU-Pläne stammen aus deutschen Grau Zellen.
Ehre, wem Ehre gebührt

Domenq

07.01.2011, 09:25 Uhr

Jeder schwächt die eigene Währung wie er kann.

artur özkaplan

07.01.2011, 10:18 Uhr

Swiss Franc gegen andere Währungen 2010. Die Käsewährung ist das Schlusslicht. Der DAX ist %15 gestiegen der SMi hat sich nicht vom Fleck gerührt. So ein Zufall...
1) Mongolei, Tigrit (+3,7%)
2) Japan, Yen (+3,6%)
3) Australien, Dollar (+3%)
4) Malaysien, Ringgit (+1,1%)
5) Südafrika, Rand (+0,8%)
6) Thailand, baht (+0,3%)

Ferner:
Singapur, Dollar (-1,1%)
israel, Shekel (-2,8%)
Schweden, Krone (-3,6%)
Mexiko, Peso (-4,2%)
Kanada, Dollar (-4,7%)
brasilien, Real (-5,2%)
indien, Rupie (-6%)
China, Renminbi (-6,7%)
USA, Dollar (-9,7%)
Norwegen, Krone (-10,1%)
Russland, Rubel (-11,2%)
Grossbritannien, Pfund (-12,8%)
Türkei, Neue Lira (-12,3%)
Ägypten, Pfund (-14,7%)
Euro (-15,6%)

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