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07.04.2006

15:54 Uhr

US-Arbeitsmarktdaten stützen kaum

Kurs des Euro auf Talfahrt

Der Euro hat am Freitag seine Talfahrt fortgesetzt und ist unter die Marke von 1,22 Dollar gerutscht.

HB FRANKFURT. Händler führten die Euro-Verkäufe auf die überraschende Verschiebung einer Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) zurück. Ein etwas besser als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht für März konnte den Euro nur kurzfristig stützen.

Die Gemeinschaftswährung notierte am Nachmittag bei 1,2160 Dollar. Die EZB zurrte den Referenzwert mit 1,2179 (Vortag 1,2312) Dollar fest. „Die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt dürften die Fed nicht dazu bewegen, mehr als noch eine Zinserhöhung vorzunehmen“, sagte ein Händler. An den Finanzmärkten wird darauf spekuliert, dass die US-Notenbank (Fed) nach einer weiteren Zinsanhebung um 25 Basispunkte auf dann 5,00 Prozent ihren Zinserhöhungszyklus beendet.

In den USA waren im März außerhalb der Landwirtschaft 211.000 neue Stellen geschaffen worden. Von Reuters befragte Experten hatten im Schnitt einen Zuwachs von lediglich 190.000 (Februar: 243.000) Stellen vorausgesagt. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) fiel der Euro auf 1,2182 (1,2306) Dollar.

Für die Talfahrt des Euro machten Börsianer die jüngsten Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zur künftigen Zinspolitik verantwortlich. „Die EZB hat mit ihrer Absage einer Zinserhöhung im Mai den Markt auf dem falschen Fuß erwischt“, sagte Devisenstratege Joachim Kneissl von der Landesbank Baden-Württemberg. Trichet hatte am Donnerstag signalisiert, dass ein weiterer Zinsschritt wohl erst im Juni erfolgen dürfte.

Die mit 1,2333 Dollar auf dem höchsten Stand seit September notierende Gemeinschaftswährung gab danach mehr als einen Cent nach. Hohe Zinsen stützen tendenziell eine Währung, weil Finanzanlagen in dem betreffenden Währungsraum attraktiver werden.

Zum Yen behauptete der Dollar zum Wochenschluss überwiegend seine Gewinne vom Vortag und notierte bei 117,72 Yen. Zum Schweizer Franken setzte die US-Währung seine Aufwärtsbewegung fort und stieg auf 1,2966 Franken.

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