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05.02.2014

16:17 Uhr

US-Geldpolitik

Börsianer erwarten Aufwertung des Dollars

Die US-Notenbank strafft ihre Geldpolitik und lässt den Dollar damit nach Analystenangaben steigen. Der Euro wird demnach innerhalb eines Jahres um 8 Cent fallen – die drohende Deflation macht der Währung zu schaffen.

Interview mit Fondsmanager Riße

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Interview mit Fondsmanager Riße: „Konjunkturängste in den USA? So ein Schwachsinn!“

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London/FrankfurtAngesichts der Straffung der US-Geldpolitik wird der Dollar nach Einschätzung von Börsianern in den kommenden Monaten zulegen. „Der Anstieg der US-Zinsen wird dem Dollar im Vergleich zu den anderen großen Währungen zu einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung verhelfen“, sagte Devisenexperte Chris Walker von der Barclays Bank.

Die 60 von der Reuters befragten Analysten gehen im Schnitt davon aus, dass sich der Euro in den kommenden zwölf Monaten auf 1,27 von gut 1,35 Dollar verbilligen wird. Die Gemeinschaftswährung leide unter der drohenden Deflation und den anhaltenden Spekulationen um eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Die Bank von Japan werde ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten voraussichtlich ebenfalls lockern, betonten die Analysten Anezka Christovova und Alvise Marino von der Credit Suisse. Die Befragten sagen daher einen Anstieg des Dollar-Kurses auf 110 von derzeit etwa 101 Yen voraus.

Weltweite Währungsreserven

2004

Gesamt: 2,655 Billionen

US Dollar: 1,739 Billionen (65,45 %)
Britisches Pfund: 0,093 Billionen (3,50 %)
Yen: 0,114 Billionen (4,29 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,15 %)
Euro: 0,655 Billionen (24,67 %)

2005

Gesamt: 2,844 Billionen

US Dollar: 1,891 Billionen (66,49 %)
Britisches Pfund: 0,107 Billionen (3,76 %)
Yen: 0,113 Billionen (3,97 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,14 %)
Euro: 0,679 Billionen (23,87 %)

2006

Gesamt: 3,315 Billionen

US Dollar: 2,158 Billionen (65,10 %)
Britisches Pfund: 0,15 Billionen (4,52 %)
Yen: 0,115 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,18 %)
Euro: 0,827 Billionen (24,95 %)

2007

Gesamt: 4,119 Billionen

US Dollar: 2,631 Billionen (63,87 %)
Britisches Pfund: 0,199 Billionen (4,83 %)
Yen: 0,131 Billionen (3,18 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,076 Billionen (26,12 %)

2008

Gesamt: 4,21 Billionen

US Dollar: 2,685 Billionen (63,78 %)
Britisches Pfund: 0,178 Billionen (4,23 %)
Yen: 0,146 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,14 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,104 Billionen (26,22 %)

2009

Gesamt: 4,59 Billionen

US Dollar: 2,848 Billionen (62,05 %)
Britisches Pfund: 0,195 Billionen (4,25 %)
Yen: 0,133 Billionen (2,90 %)
Schweizer Franken: 0,005 Billionen (0,11 %)
Euro: 1,27 Billionen (27,67 %)

2010

Gesamt: 5,163 Billionen

US Dollar: 3,193 Billionen (61,84 %)
Britisches Pfund: 0,203 Billionen (3,93 %)
Yen: 0,189 Billionen (3,66 %)
Schweizer Franken: 0,007 Billionen (0,14 %)
Euro: 1,343 Billionen (26,01 %)

2011

Gesamt: 5,652 Billionen

US Dollar: 3,525 Billionen (62,37 %)
Britisches Pfund: 0,217 Billionen (3,84 %)
Yen: 0,204 Billionen (3,61 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,07 %)
Euro: 1,394 Billionen (24,66 %)

2012

Gesamt: 6,085 Billionen

US Dollar: 3,715 Billionen (61,05 %)
Britisches Pfund: 0,245 Billionen (4,03 %)
Yen: 0,248 Billionen (4,08 %)
Schweizer Franken: 0,018 Billionen (0,30 %)
Euro: 1,477 Billionen (24,27 %)

2013 (Q3)

Gesamt: 6,191 Billionen

US Dollar: 3,803 Billionen (61,43 %)
Britisches Pfund: 0,242 Billionen (3,91 %)
Yen: 0,239 Billionen (3,86 %)
Schweizer Franken: 0,017 Billionen (0,27 %)
Euro: 1,496 Billionen (24,16 %)

Das Pfund Sterling werde sich binnen Jahresfrist auf 1,60 (aktuell: knapp 1,63) Dollar verbilligen, ergab die Umfrage weiter. Angesichts der Erholung der britischen Konjunktur rechnen die Experten zwar damit, dass die Bank von England als erste der großen Notenbanken die Leitzinsen wieder anheben wird. Dies sei aber frühestens im kommenden Jahr zu erwarten.

Die US-Notenbank Fed hat das Volumen ihrer monatlichen Wertpapierkäufe zur Stützung der heimischen Konjunktur seit Jahresbeginn auf derzeit 65 von zuvor 85 Milliarden Dollar reduziert. Einer anderen Reuters-Umfrage aus der vergangenen Woche zufolge gehen Analysten davon aus, dass die Fed den Geldhahn bis zum Jahresende komplett zudrehen wird.

Von

rtr

Kommentare (2)

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logical

05.02.2014, 16:57 Uhr

Wenn die sogenannten Analysten sagen, der USD wird aufgewertet und der Euro wird um 8 Cent fallen, dann sollte man möglichts schleunigst LONG in den Euro gehen. Spätestens seit deren 10000 und gar 11000-Dax-Punkte-Gebrülle, sollte man denen keinen Zentimeter mehr über den Weg trauen!!!

Account gelöscht!

05.02.2014, 17:49 Uhr

Meine Kugel sagt mir nicht 8%, sondern 8,015%!

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