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22.08.2014

09:11 Uhr

US-Konjunktur

Kupferpreis legt stark zu

Der Kupferpreis ist auf Wochensicht mit rund drei Prozent so stark gestiegen wie seit Anfang Juli nicht mehr. Ermutigende Daten aus der US-Industrie sorgten am Donnerstag zudem für Optimismus.

Der Preis für Kupfer befindet sich auf dem tiefsten Stand seit drei Monaten. dpa

Der Preis für Kupfer befindet sich auf dem tiefsten Stand seit drei Monaten.

FrankfurtDie Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft hat den Kupferpreis am Freitag nach oben getrieben. Das Industriemetall kostete in der Spitze mit 7083 Dollar je Tonne ein Prozent mehr. Auf Wochensicht hat der Preis mit rund drei Prozent so stark zugelegt wie seit Anfang Juli nicht mehr. „Wir hatten zuletzt viele gute Konjunkturdaten aus der USA und darauf reagieren die Rohstoffmärkte“, sagte James Glenn, Analyst bei der National Australia Bank in Melbourne.

Am Donnerstag sorgten ermutigende Daten aus der US-Industrie für Optimismus: Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia stieg im August überraschend um 4,1 auf 28,0 Zähler – von Reuters befragten Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 19,2 Punkte gerechnet. Der Philly-Fed-Index erfasst die Industrie in der Schlüsselregion im Nordosten mit Pennsylvania, dem südlichen New Jersey und Delaware. Er gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion.

In Rohstoffe investieren: Grundlagen

Natürliche Ressourcen

Rohstoffe sind natürliche Ressourcen. Sie kommen in der Natur vor und wachsen teilweise nach. Beispiele sind Öl, Kohle, Stahl, Gold, Getreide oder Fleisch. Darüber hinaus gibt es neuerdings auch Rohstoffe, die künstlich hergestellt werden. Ein Beispiel ist Plastik.

Marktdaten verfolgen

Reales Angebot und Nachfrage sind die Basis der Rohstoffpreise. Infos zu Lagerbeständen und Bedarf von Industriemetallen kann man direkt beim Londoner Metal Exchange (www.lme.com) verfolgen. Hilfreich für Agrarrohstoffe ist der Wasde-Bericht (World Agricultural Supply and Demand Estimates; www.usda.gov).

Wetterbericht im Auge behalten

Sinkt die Temperatur in Florida – einem der wichtigsten Orangenanbauer der Welt – unter zwei Grad minus, steigt der Preis für Orangensaft. Frost, Dürre, Überschwemmungen – was die Ernte beeinträchtigt, lässt Agrarrohstoffe haussieren. Rohstoffbörsen wie die CME (www.cme.com) bieten detaillierte Wetterprognosen sowie eine Übersicht zu Rohstoffpreisen.

Psychologie zählt

Ölpreis und Metalle ziehen mit der Konjunktur. Bei Problemen in großen Förderländern steigen die Preise in der Regel auch bei flauer Wirtschaft. Bei Gold sind Angstkäufe der wichtigste Preistreiber.

Exoten meiden

Rohstoffmärkte gelten als enge Märkte. Das heißt: Bei Erzeugnissen mit geringem Umsatzvolumen drohen heftige Kursausschläge. Emittenten wälzen das über Kauf-Verkaufs-Spannen auf Anleger ab. Wer sicher anlegen möchte, sollte deshalb lieber auf führende Rohstoffe setzen: Kupfer statt Zink, Baumwolle statt Bauholz.

Kurve beachten

Sind langlaufende Kontrakte teurer als kurze, steigt die Terminkurve (Contango), Zertifikate verlieren an Wert. Sinkt die Terminkurve (Backwardation), gibt es einen Extragewinn.

Banken checken

Rohstoffzertifikate sind Schuldverschreibungen. Geht die ausgebende Bank pleite, ist das Geld futsch. Vor dem Kauf Emittenten checken, etwa deren Kreditausfallprämien. In Deutschland geht das etwa über den Derivateverband (www.derivateverband.de).

Einsatz begrenzen

Einzelne Rohstoffe können sehr volatil sein. Rohstoffe sollten nicht mehr als zehn Prozent eines Depots ausmachen. Neben einzelnen Futures lässt sich auch in passive Portfolios investieren, etwa den S&P GSCI (die Abkürzung steht für Standard & Poors Goldman Sachs Commodity Index) oder den RICI (Rogers International Commodity Index).

Von

rtr

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