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26.11.2013

16:19 Uhr

US-Währung

Deutsche Bank sagt Dollar-Aufwertung voraus

Die US-Währung soll Auftrieb bekommen. Die Deutsche Bank sagt dem Dollar-Kurs eine deutliche Steigerung voraus. Der Grund: Eine straffere Geldpolitik und die anziehende Konjunktur wirken sich positiv auf den Dollar aus.

US-amerikanische Geldscheine. Sogar die Parität der US-Währung zum Euro sei denkbar. dpa

US-amerikanische Geldscheine. Sogar die Parität der US-Währung zum Euro sei denkbar.

FrankfurtDie Deutsche Bank sagt dem Kurs des Dollar für kommendes Jahr eine deutliche Steigerung voraus: Eine straffere Geldpolitik und eine spürbar anziehende Konjunktur nennen die Experten als Gründe, warum die US-Währung am Markt ordentlich Auftrieb bekommen sollte. Auch die immer wichtigere Rolle der USA am globalen Ölmarkt sollte zur Aufwertung des Greenback beitragen, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden des Instituts, am Dienstag. Für Ende 2014 sagt er einen Euro-Kurs von 1,15 Dollar voraus, damit würde der Dollar zur Gemeinschaftswährung um etwa 15 Prozent aufwerten. Mittelfristig sei sogar die Parität der US-Währung zum Euro denkbar. Aktuell werden etwa 1,35 Dollar pro Euro gezahlt.

Basierend auf seiner These empfiehlt der Stratege US-Aktien als Kerninvestment für 2014. Anleger könnten so von Währungs- und Kursgewinnen profitieren. Große Sprünge auf breiter Basis erwartet er bei den Dividendenpapieren allerdings nicht, so sieht er den S&P 500 Ende nächsten Jahres bei 1850 Punkten, rund 50 Punkte höher als aktuell. Stephan empfiehlt daher, auf Unternehmen zu setzen, die von einer wirtschaftlichen Erholung besonders profitieren wie Bau-, Auto- oder Technologiewerte.

Deutsche-Bank-Prognose für 2014

Dax

9800 Punkte

S&P 500

1850 Punkte

Rohöl Sorte Brent

105 Dollar je Barrel

Gold

1325 Dollar je Feinunze

Zehnjährige Bundesanleihen
Zehnjährige US-Treasuries

3,5 Prozent

Euro-Dollar

1,15 Dollar

Auch für die europäischen Börsen sagt die Deutsche Bank deutlich geringere Wertzuwächse voraus als 2013. So sieht sie den breit gefächerten Stoxx600 Ende 2014 bei 345 Punkten, das wäre ein Plus von rund sieben Prozent zum aktuellen Stand und ungefähr die Hälfte des Wertzuwachses, den der Index bislang im Jahresverlauf 2013 erzielt hat. Dem deutschen Leitindex Dax traut das Institut zum aktuellen Niveau ein fünfprozentiges Plus zu auf 9800 Punkte. 2013 hat der Index bislang mehr als 20 Prozent zugelegt.

Hauptgrund für die zurückhaltenden Prognosen: Europa arbeite sich nur sehr langsam aus seiner Krise heraus. Stephan weist aber auch darauf hin, dass die Bewertungen der Aktien zuletzt stärker gestiegen sind als die Gewinne der Unternehmen. Aktien seien nicht mehr billig, sagte Stephan. Angesichts der niedrigen Zinsen gebe es aber keine wirkliche Alternative.

Von

rtr

Kommentare (11)

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www_mmnews_de

26.11.2013, 17:46 Uhr

Nach der Einigung in den USA über den Haushalt und über die Schuldenobergrenze ist es dort um die Schulden extrem ruhig geworden. In der Öffentlichkeit versuchen die verantwortlichen Politiker und Bankster auch immer wieder den Eindruck zu vermitteln, dass sie alles unter Kontrolle haben. Doch lassen wir uns nicht davon täuschen. Das entspricht keineswegs der Realität.

Im Grunde wird es tagtäglich schlimmer und nicht besser. Derzeit steigen die Schulden in den USA mit dem größten Tempo der vergangenen Jahre.

Im Endeffekt wird es am Ende der Amtszeit von Marionette Obama so sein, dass in diesen acht Jahren so viele Schulden bei den int. Bankstern angehäuft wurden, wie unter allen Präsidenten in der Geschichte der USA.

In den vergangenen 13 Monaten ist der Schuldenstand der USA um mehr als 1,12 Billionen Dollar angestiegen!

Und das wird immer mehr werden – denn neben den neuen Schulden müssen natürlich vor allem die alten Schulden immer wieder umgewandelt werden, wenn die entsprechenden Anleihen auslaufen.

So werden in diesem Jahr in den USA wohl bis zu 7,5 Billionen Dollar an alten Schulden umgewandelt.

Das Problem ist nur: Noch gibt es Länder, die bereit sind den USA Geld zu leihen. Wenn aber diese Länder das Vertrauen in die USA verlieren, wird das dramatische Folgen haben für die immer noch größte Volkswirtschaft der Welt. Ich bin fest davon überzeigt, dass wir aktuell die größte Spekulationsblase an den Finanzmärkten erleben, die es je in der Geschichte gegeben hat.

Und wenn diese Blase platzt, werden nicht nur die USA massive Probleme bekommen. Das wird die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund ziehen. Aber von dieser realen Gefahr hören wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts!

Spätestens im Februar werden die USA wieder mit den Schulden in den Fokus rücken. Dann läuft zunächst der Übergangshausgalt aus und kurz danach wird die erst jetzt angehobene Schuldenobergrenze wieder erreicht werden.

Wie kann man da eine Dollar-Aufwertung erwarten??

Zwahlen

26.11.2013, 18:34 Uhr

Super verfasst - bin der gleichen Meinung!

nostradamus_cosanostra

26.11.2013, 18:46 Uhr

"Deutsche Bank sagt Dollar-Aufwertung voraus"

Ich sage den Winter vorraus und dass Ende der Rohstoffe, den Rückkehr der Bankenkrise, einen großen Krieg in und um Europa.

Ich sage vorraus, dass ich heute noch mindestens einmal uaf Klo muss.

Bin ich nicht toll, der größte Glaskugelleser!!!!

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