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19.11.2014

08:15 Uhr

Venezuela und Russland

Kampf gegen den Ölpreisverfall

Seit Juni ist der Ölpreis um ein Drittel gefallen – für Venezuela, das die Einnahmen zur Schuldentilgung braucht, ein großes Problem. Eine neue Allianz soll helfen. Indes sehen andere Opec-Staaten keine Not zu handeln.

Das Interview

Schwacher Ölpreis - Folgen für die Wirtschaft?

Das Interview: Schwacher Ölpreis - Folgen für die Wirtschaft?

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SingapurRussland will gemeinsam mit dem Opec-Staat Venezuela gegen den Ölpreisverfall vorgehen. Beide Seiten hätten beschlossen, dazu Vorschläge zu erarbeiten, sagte Energieminister Alexander Nowak nach einem Treffen mit dem venezolanischen Außenminister Rafael Ramirez am Dienstag in Moskau. Bei weiteren Gesprächen in der kommenden Woche sollten Einzelheiten erörtert werden.

Zu konkreten Plänen wollte sich Nowak nicht äußern. Sondierungen mit der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), zu der Russland nicht gehört, hatten zuletzt keine Ergebnisse gebracht. Weil Russland die westlichen Wirtschaftssanktionen wegen der Ukraine-Krise immer stärker zu spüren bekommt, ist es umso mehr auf die Einnahmen aus seinem Ölreichtum angewiesen.

Die linke Regierung in Venezuela braucht das Geld aus dem Ölgeschäft, um Schulden im Ausland zu tilgen und Sozialprogramme zu finanzieren. Der Ölpreis ist seit Juni um etwa 30 Prozent gefallen. Die Opec-Staaten könnten bei ihrem nächsten Treffen am 27. November über eine Senkung der Ölförderung entscheiden, um den Preis über ein geringeres Angebot zu stabilisieren.


Große Förderländer, in erster Linie Saudi-Arabien, wollen indessen ihre Produktion offensichtlich nicht kürzen. Angesichts der konjunkturell bedingt verhaltenen Nachfrage setzen sie vielmehr darauf, durch niedrigere Verkaufspreise ihre Marktanteile gegen andere Anbieter zu verteidigen.

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch zunächst wenig verändert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 78,67 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im Dezember fiel dagegen um 33 Cent auf 74,28 Dollar.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Hans Maiser

19.11.2014, 09:17 Uhr

Das ist ja echt erstaunlich. Sonst sagen doch die ganzen Putin-Lover, dass Putin so ein weitsichtiger und intelligenter Führer und Stratege wäre. Dass er das nicht vorhergesehen hat ist schon sehr kurzsichtig und dämlich. Dabei hat er 2011 schon einen Kongress gegens Fracking veranstaltet. Zusammen mit Greenpeace. Auf der anderen Seite hat er sich schon „Schlumberger“ und „Lane Energy“ ins Land geholt um in Sibirien zu fracken. Russland und Venezuela wollen zusammenarbeiten? Ein behinderter und ein Invalide. Ich bin mal gespannt ob mehr als heiße Luft dabei rauskommt.Auch wie die den Ölpreis „stabilisieren“ wollen ist echt eine spannende Frage. Förderkürzungen sind ja bekanntlich die einzige Möglichkeit.

Herr Josef Schmidt

19.11.2014, 09:50 Uhr

Keine Angst der Ölpreis wird wieder bei 100 Dollar stehen schneller als dir lieb ist.

Kannst du die Lottozahlen für die nächste Ziehung vorhersehen ? Tja, das ist auch dämlich.

Herr Hans Maiser

19.11.2014, 09:55 Uhr

Und wie soll das passieren?
Daruaf möchte ich mal eine Antwot haben.

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