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02.01.2009

15:00 Uhr

Verlust zum Jahresbeginn

Euro gerät unter Druck

Der Euro startet mit Verlusten ins neue Jahr. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet derzeit weniger als 1,40 Dollar. Experten erwarten, dass der Euro im neuen Jahr weiter verliert.

HB FRANKFURT. Am Freitag Mittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,3902 Dollar und damit gut zwei Cent niedriger als am Dienstag zum Frankfurter Börsenschluss. Der Anstieg des Euro in den Wochen vor dem Jahreswechsel, der erst bei 1,47 Dollar geendet hatte, sei übertrieben gewesen und werde nun korrigiert, sagten Marktteilnehmer. Experten sagen der Gemeinschaftswährung kein gutes Jahr voraus: In einer Umfrage im Dezember prognostizierten von der Agentur Reuters befragten Analysten, dass der Euro Ende des Jahres bei 1,24 Dollar notieren wird.

Den Referenzkurs legte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mit 1,3866 Dollar nach 1,3917 Dollar am 31. Dezember fest. Der Dollar kostete damit 0,7212 (0,7185) Euro. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) fiel der Euro auf 1,3938 (1,3981) Dollar. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 126,64 (126,14) japanische Yen und 1,4874 (1,4850) Schweizer Franken fest.

Die Parität zum britischen Pfund blieb in Reichweite: Für einen Euro wurden 96,54 Pence gezahlt. Am Montag war die britische Währung schon auf ein Rekordtief von fast 98 Pence gefallen. Die meisten Briten halten ihr dennoch die Treue: In einer BBC-Umfrage gaben 71 Prozent der Befragten an, sie würden sich bei einem Referendum für den Erhalt des Pfund Sterling aussprechen. Nur 23 Prozent entschieden sich für den Euro. Auch Großbritanniens Staatsministerin für Europa-Angelegenheiten, Caroline Flint, erteilte Spekulationen auf einen Beitritt in die Euro-Zone eine Absage.

In der Slowakei kann man seit dem Jahreswechsel offiziell in Euro zahlen: Das osteuropäische Land ist seit Donnerstag das 16. Mitglied der Euro-Zone. Das Land mit einem Wirtschaftswachstum von zehn Prozent im vergangenen Jahr dürfte aber angesichts der Finanzkrise für einige Zeit der letzte Euro-Neuling bleiben.

Am Rentenmarkt legten die Kurse etwas zu. Der für Europa richtungweisende Bund-Future stieg nach zwischenzeitlichen Verlusten um 36 Ticks auf 125,20 Stellen. Die dem Terminkontrakt zugrundeliegende zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 2,948 Prozent. Die von der Bundesbank täglich errechnete Umlaufrendite börsennotierter öffentlicher Anleihen stieg auf 2,89 (Dienstag: 2,86) Prozent. Der Rex-Rentenindex kletterte um 0,4 Prozent auf 122,1205 Punkte.

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