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19.03.2014

18:44 Uhr

Vor den Fed-Entscheidungen

Euro rutscht unter die Marke von 1,39 Dollar

Der Euro verliert, bis die Lage klarer wird: Am Abend steht bei der ersten Pressekonferenz der neuen US-Zentralbankchefin Janet Yellen eine mögliche Änderung des Niedrigzinsversprechens im Mittelpunkt des Interesses.

Janet Yellen: Als sicher gilt, dass die US-Notenbank ihre monatlichen Wertpapierkäufe zur Stützung der Wirtschaft um weitere 10 Milliarden Dollar kürzen wird. AFP

Janet Yellen: Als sicher gilt, dass die US-Notenbank ihre monatlichen Wertpapierkäufe zur Stützung der Wirtschaft um weitere 10 Milliarden Dollar kürzen wird.

FrankfurtDer Euro ist am Mittwoch vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank leicht gefallen und unter die Marke von 1,39 US-Dollar gerutscht. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag bis auf 1,3898 Dollar, nachdem der Kurs am frühen Morgen noch fast einen halben Cent höher gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3913 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7188 (0,7193) Euro.

Bis zu den geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank am Abend rechnen Experten nicht mit stärkeren Kursbewegungen beim Euro. Am Abend steht bei der ersten Pressekonferenz der neuen Zentralbankchefin Janet Yellen eine mögliche Änderung des Niedrigzinsversprechens („Forward Guidance“) im Mittelpunkt des Interesses.

Denn das Versprechen der Währungshüter, die Geschäftsbanken solange faktisch zum Nulltarif mit frischem Geld zu versorgen, bis die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent sinkt, droht von der Realität eingeholt zu werden. Der amerikanischen Arbeitsmarkt hat sich viel schneller als erwartet entspannt, die Arbeitslosenquote liegt bereits bei 6,7 Prozent.

Experten schließen nicht aus, dass die Fed ihr bisheriges leicht verständliches Zinsversprechen durch eine kompliziertere Variante mit mehreren Kennzahlen ersetzen könnte. „Dem Devisenmarkt wird nichts weiter übrig bleiben, als Frau Yellen an den Lippen zu kleben, in der Hoffnung weitere Signale zu erhaschen“, beschrieb Experte Lutz Karpowitz von der Commerzbank die Stimmung. Als sicher gilt immerhin, dass die US-Notenbank ihre monatlichen Wertpapierkäufe zur Stützung der Wirtschaft um weitere 10 Milliarden Dollar auf dann 55 Milliarden Dollar kürzen wird.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8368 (0,8383) britische Pfund, 141,31 (141,10) japanische Yen und 1,2167 (1,2162) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1338,00 (1355,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.590,00 (30.960,00) Euro.

Von

dpa

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