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05.11.2012

14:55 Uhr

Vor US-Wahl

Anleger setzen auf den Dollar

Schlechte Zeiten für den Euro, gute Zeiten für den Dollar: Während die Debatte über einen Schuldenschnitt in Griechenland die Gemeinschaftswährung belastet, geben die guten US-Konjunkturdaten dem Dollar Rückendeckung.

US-amerikanische Geldscheine sind vor einer USA-Fahne. dpa

US-amerikanische Geldscheine sind vor einer USA-Fahne.

FrankfurtDie Unsicherheit über einen weiteren Schuldenschnitt in Griechenland und ermutigende Konjunkturdaten aus den USA haben Anleger am Montag in den Dollar getrieben. Zu einem Korb aus sechs Währungen stieg der Greenback auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. Der Euro fiel am Tag vor den US-Präsidentschaftswahlen auf 1,2765 Dollar zurück, den niedrigsten Stand seit dem elften September. Am Freitag hatte er noch über 1,28 Dollar notiert.

Für Verstimmung sorgte vor allem Griechenland: Die Abgeordneten in Athen sollen am Mittwoch über ein Spar- und Reformpaket abstimmen, mit dem eine Finanzierungslücke von 13,5 Milliarden Euro geschlossen werden soll. Griechenland muss die Maßnahmen auf den Weg bringen, um weitere 31,5 Milliarden Euro aus dem zweiten Hilfsprogramm des Euro-Rettungsschirms EFSF und des IWF zu bekommen. Unklar ist bislang aber, wie Griechenland auch langfristig wieder auf eine solide Finanzierungsbasis gestellt werden kann.

Die Woche an den Märkten

Mittwoch

Die deutschen Erzeugerpreise im produzierenden Gewerbe für den September geben die Richtung an den Börsen vor. Großunternehmen wie BNP Paribas, Brenntag, Elring Klinger, Grammer, Hochtief, Holcim, ING, Intershop, Klöckner, Kuka, Loewe, Morphosys, Münchener Rück, OMV, Symrise, Voestalpine und Telefonica legen Zahlen vor.

Donnerstag

Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank sowie die anschließende Pressekonferenz zum weiteren Vorgehen in der Euro-Krise geben für Europas Börsen den Takt vor. In den USA wird der Handelsbilanzsaldo veröffentlicht.

Zahlen kommen von Adidas, Commerzbank, der Post und der Telekom, von EADS, Heidelberg Cement, Jenoptik, Jungheinrich, Leifheit, Pro Sieben Sat1, Rhön-Klinikum, Siemens, Société Générale, SMA Solar, Stada und Swiss Re.

Freitag

Die US-Importpreise und das Konsumklima der Uni Michigan dominieren das Geschehen. Ergebnisse melden Allianz, EnBW, Lafarge und Rheinmetall.

Da die Schulden wegen der tiefen Rezession weiter wachsen, wird inzwischen über einen zweiten Schuldenschnitt spekuliert - diesmal zu Lasten der staatlichen Gläubiger. Im Frühjahr hatten die privaten Gläubiger des Landes auf Forderungen von 100 Milliarden Euro verzichtet.

"Sollte man der Situation in Athen nun mit einem weiteren Schuldenschnitt begegnen, wäre das das mittelfristige Ende der europäischen Rettungsbemühungen mittels Rettungsschirm und Hilfsprogrammen", urteilte Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. Angesichts der unklaren Lage dürfte der Euro in den kommenden Tagen erst einmal unter Druck bleiben, prognostizierte der Experte.

Kommentare (1)

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05.11.2012, 15:24 Uhr

Euro - LOL
Dollar - MEGA LOL
Konjukturdaten USA - ULTRA LOL

Was kommt als nächstes? Alice im Wunderland als Weltaufsichtsrätin die alle retten wird? würde mich nicht wundern wenn man das bald auch noch erzählt.

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