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05.11.2012

09:17 Uhr

Vor wichtiger Woche

Euro sinkt auf Monatstief

Für den Euro hat eine wichtige Woche begonnen: Die US-Wahl, die Entscheidungen in Athen und zwei Notenbankentagungen werden ihre Spuren hinterlassen. Die Gemeinschaftswährung startet mit einem Monatstiefstand.

Im Tief kostete der Euro am Montag 1,2815 US-Dollar. ap

Im Tief kostete der Euro am Montag 1,2815 US-Dollar.

FrankfurtDer Euro ist am Montag zu Beginn einer wichtigen Handelswoche auf den tiefsten Stand seit gut einem Monat gesunken. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,2815 US-Dollar und damit so wenig wie seit Anfang Oktober nicht mehr. Ein Dollar war zuletzt 0,7792 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2850 (Donnerstag: 1,2975) Dollar festgesetzt.

In der laufenden Woche stehen mehrere wichtige Ereignisse an, die auch am Devisenmarkt Spuren hinterlassen dürften: Top-Event sind am Dienstag die Präsidentschaftswahlen in den USA. Darüber hinaus wird das griechische Parlament im Laufe der Woche über neue Spar- und Reformschritte abstimmen.

Medienbericht: EZB kündigt Zeitplan für neue Euro-Scheine an

Medienbericht

EZB kündigt Zeitplan für neue Euro-Scheine an

Seit Jahren steht bei der EZB eine zweite Generation der Euro-Banknoten auf dem Plan. Nun endlich will die Zentralbank in dieser Woche einen Zeitplan präsentieren. Optische Gründe hat die Umstellung allerdings nicht.

Von dem Ergebnis hängt die Auszahlung weiterer Hilfsgelder und damit das finanzielle Überleben Athens ab. Außerdem werden mit der EZB und der Bank of England zwei der weltweit bedeutsamsten Notenbanken tagen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Badoglio

05.11.2012, 16:06 Uhr

Seit circa 18 Jahren hat Deutschland einen Leistungsbilanzüberschuss von durchschnittlich 17 Milliarden Euro pro Monat.
Diesen Leistungsbilanzüberschuss wurde überwiegend in der Währungsunion und dank der Überschuldung der Länder Südeuropas erreicht.
Verhängnisvoll war dass die Gewinne die deutsche Konzerne in diesen Länder erzielt haben überwiegend ins Nichteuroausland und z.T. in den ehemaligen Ostblockländer reinvestiert wurden.
Dieser Kapitaltransfer von Süden nach Norden kommt einer legalen Kapitalflucht aus diesen Ländern gleich und ist für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in diesen Länder Mitverursacher. (Spanien, Portugal, Griechenland über 50%, Italien nur etwas besser, Frankreich dem Nächsten)
Die Überflutung dieser Euroländern mit deutschen Industrieprodukte hatte eine Schrumpfung der Industrie dieser Ländern (besonders Italiens) zur Folge, während Deutschlands Wirtschaft dadurch stark wachsen konnte.
Durch den Kapitaltransfer wurde auch der Wirtschaftsschwerpunkt Europas gegen Osten verschoben, und Deutschland dadurch selbst zum Zentrum.
Wurde dieses Problem zu spät erkannt um ein Auseinanderbrechen der Währungsunion, die die Franzosen in erster Linie gewollt haben, zu verhindern?
Diese Entwicklung war aber vorauszusehen, durch die EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse entworfen, gewollt und diktiert, waren die schwächere Euro-Länder der stärkeren Industrie Deutschlands ausgeliefert.
Frankreich hat sich anscheinend wieder selbst überschätzt.

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