Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.08.2015

11:27 Uhr

Währung auf Drei-Jahres-Tief

Yuan-Abwertung lässt Dollar deutlich steigen

Mit einer überraschenden Maßnahme schwächt Chinas Zentralbank die Währung des Landes ab. Experten glauben, dass so die Ausfuhren in andere Länder stabilisiert werden können. Auch die Preise für Rohstoffe fielen.

China schwächt Yuan: Dax dürfte im Minus starten

Video: China schwächt Yuan: Dax dürfte im Minus starten

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

PekingChinas Zentralbank hat den Yuan (Renminbi) mit einem Rekordeingriff auf Talfahrt geschickt. Die Landeswährung verlor zum US-Dollar am Dienstag knapp zwei Prozent an Wert und rutschte damit im Vergleich mit der US-Währung auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Während am Vortrag mit einem Yuan noch 0,1610 Dollar gekauft werden konnten, waren es Dienstagmittag nur noch 0,1581 Dollar. Für einen Dollar gab es demnach rund 6,33 Yuan.

Auslöser für den Kursrutsch war eine massive Intervention von Chinas Zentralbank, die den Mittelkurs des Yuan im Vergleich zum US-Dollar am Dienstag um 1,9 Prozent senkte - so stark wie nie, seit Peking 2005 die direkte Bindung seiner Währung an den US-Dollar aufgab.

Noch immer wird der Yuan längst nicht so frei wie andere Währungen gehandelt, weshalb der täglich neu festgelegte Mittelwert von großer Bedeutung ist. Ausgehend von diesem Fixpunkt lässt die Zentralbank Handelsschwankungen von zwei Prozent nach oben und unten zu. Nach dem Schritt vom Dienstag sprach die Bank in einer Mitteilung von einer „einmaligen Anpassung“, die notwendig gewesen sei, weil künftig der Markt „eine größere Rolle“ bei der Ermittlung des Kurses spielen solle. Die Bank teilte außerdem mit, den Yuan auf einem „angemessenen“ Niveau stabil zu halten.

„Die Maßnahme zielt darauf ab, den Druck von Chinas schwacher Exportleistung zu nehmen“, sagte Ökonom Guo Lei vom Finanzhaus Founder Securities in Shanghai. Eine schwächere Währung macht Produkte des Exportweltmeisters im Ausland preislich attraktiver. Selbst wenn die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahr wie von der Regierung gewünscht um sieben Prozent expandieren würde, so wäre dies das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert.  

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Carl Andersen

11.08.2015, 11:50 Uhr

Das hat die chinesische Zentralbank clever gemacht.
Denn mit einer billigen eigenen Währung können sie den Sack Reis billiger verkaufen bevor er dauernd umkippt.

Da die Währung für Öl der Dollar ist, aber der Reis mit Yuan bezahlt wird, können die Chinesen clever weiter expotieren.

Wenn nicht drucken die Chinesen einfach ein paar Scheine mehr, denn im Plagiate machen sind sie ware Meister.

Herr Peter Delli

11.08.2015, 12:55 Uhr

Den Chinesen wird es zu teuer den Yuan zu stützen, daher die Abwertung. 300 Milliarden USD
haben die Chinesen schon versengt, so hört man. Ich höre die Amis bis nach Deutschland lachen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×