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28.02.2014

13:41 Uhr

Währung

China wertet den Yuan drastisch ab

In den vergangenen Jahren ist Chinas Währung fast ununterbrochen gestiegen. Jetzt wertet der Yuan plötzlich stark ab. Will Peking damit Spekulanten abschrecken? Oder stecken ganz andere Probleme dahinter?

Diese Scheine verlieren an Wert: Der chinesische Yuan sank am Freitag auf den niedrigsten Wert seit Jahren. dpa

Diese Scheine verlieren an Wert: Der chinesische Yuan sank am Freitag auf den niedrigsten Wert seit Jahren.

PekingNach jahrelanger Aufwertung lässt Chinas Zentralbank den Wert des Yuan fallen. Am Freitag gab die chinesische Landeswährung zum amerikanischen Dollar zeitweise um 0,85 Prozent nach. Das war der größte Verlust im Tagesgeschäft seit sieben Jahren. Zuletzt erholte sich der Yuan wieder etwas. Er notierte mit 6,1498 Yuan je Dollar 0,35 Prozent schwächer als am Vortag.

Mit der überraschenden Beschleunigung der seit zwei Wochen anhaltenden Yuan-Schwäche wolle die Notenbank die Spekulanten verschrecken, die auf weitere Aufwertung setzten, vermuten Experten. Der ständige Wertzuwachs hatte viel „heißes Geld“ an den Kapitalkontrollen vorbei nach China fließen lassen. Das erschwert die Bemühungen der Zentralbank, die Risiken durch den aufgeblähten Immobilienmarkt, das starke Kreditwachstum und das unkontrollierte Schattenbankenwesen einzudämmen.

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Quelle

Reuters, 21.02.2014 (Schlusskurse)

„Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Dollar die psychologisch wichtige Marke von 6,20 Yuan bald knackt - vielleicht schon nächste Woche“, sagte Analyst Kenix Lai von der Bank of East Asia.

Händler berichteten, dass die Zentralbank über große chinesische Staatsbanken amerikanische Dollars aufkaufe und Yuans verkaufe, um den Kurs zu drücken. Experten gingen davon aus, dass die Notenbank den Markt auch auf eine Erweiterung der auf einen Prozent nach oben oder unten festgelegten Handelsspanne für den Yuan und damit eine weitere Liberalisierung vorbereiten könnte. Die chinesische Währung ist locker an den Dollar gebunden: Die People's Bank of China legt täglich einen Zentralkurs fest, um den der Wechselkurs mit einer Abweichung von einem Prozent schwanken darf. Im April 2012 war das Band zuletzt von 0,5 auf 1 Prozent erhöht worden.

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Eine größere, marktorientierte Flexibilisierung der chinesischen Währung könnte Teil der Bemühungen sein, eine weitere Internationalisierung des Yuan zu erreichen. Der Renminbi, wie der Yuan auch genannt wird, wird immer häufiger als Handelswährung für chinesische Exportgeschäfte eingesetzt. Zuletzt gab es Spekulationen, dass eine Ausweitung der Handelsspanne auf vielleicht zwei Prozent schon bald erfolgen könnte.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

28.02.2014, 11:30 Uhr

Bitte den Artikel umgehend korrigieren!
Der Yuan ist keinesfalls auf ein Siebenjahrestief zum US-Dollar gefallen, sondern bewegt sich weiter in großer Nähe zu seinen langjährigen Höchstständen.
Alles, was passierte , war der höchste Tagesverlust seit sieben Jahren. Vor Aufstellung solcher Behauptungen wie "Siebenjahrestief" ruhig einmal einen Devisenchart z.B. von Bloomberg zu Rate ziehen, dann sieht man den Fehler sofort!

Account gelöscht!

28.02.2014, 14:20 Uhr

Im Auftrag des EU Politbueros versucht man sich beim HB mit Verschwoerungstheorien, die doch gerade hier im Blatt immer so in den Vordergrund gerueckt werden!
Die Wahrheit wird sein, dass China nur auf den von allen westlichen Staaten losgetretenen Waehrungskrieg reagiert (wohlgemerkt "REAGIERT")!
Ratet mal, wer da am Ende der Verlierer sein wird?
Ausser die USA setzen das Einzige ein, was sie wirklich koennen: KRIEG!

Account gelöscht!

28.02.2014, 14:46 Uhr

Wieso Reagiert?
Die Chinesen haben doch einen festen Wechelkurs etabliert. Das war der Anfang. Die USA haben dann reagiert. Es steckt eher der Schreck der Ukraine dahinter mit der schwächeren Währung jetzt für mehr Jobs und mehr Wohlstand auf Kosten des Westens zu sorgen.

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