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02.09.2014

10:35 Uhr

Währung

Commerzbank-Analyst erwartet Euro-Rally

Der Euro befindet sich auf Talfahrt. Die meisten Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Ein technischer Analyst der Commerzbank ist allerdings anderer Meinung: Er erwartet eine Rally.

Der Euro hat im August so stark zur US-Devise verloren wie keine der anderen 16 Hauptwährungen. dpa

Der Euro hat im August so stark zur US-Devise verloren wie keine der anderen 16 Hauptwährungen.

FrankfurtAxel Rudolph rät zum Aufbau von Euro-Positionen im Bereich von 1,3100 Dollar mit Ziel 1,3295 Dollar. Zur Absicherung solle bei 1,3050 Dollar ein Stopp gesetzt werden, heißt es in einer aktuellen Studie. Unterstützungen macht Rudolph bei 1,3105 Dollar und der psychologischen Marke von 1,300 Dollar aus. Allerdings geht der Analyst lediglich von einer technischen Erholung aus: „Es wird nur eine kurzfristige Gegenbewegung sein“, schrieb Rudolph.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) der Gemeinschaftswährung hatte am 26. August auf Basis von 14 Tagen mit 22,6 den tiefsten Stand seit Mai 2012 erreicht. Aktuell liegt der RSI bei 22,8 und damit weiterhin unter der Marke von 30, die einen überverkauften Zustand signalisiert und auf eine Gegenbewegung hindeutet.

Der Euro, der momentan bei 1,3127 Dollar notiert, hat im August mit 2,3 Prozent so stark zur US-Devise verloren wie keine der anderen 16 Hauptwährungen. 44 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage von Bloomberg News aus dem Vormonat rechnen mit Quantitativer Lockerung der Europäischen Zentralbank in diesem oder im kommenden Jahr.

Kommentare (1)

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Herr Torsten Steinberg

02.09.2014, 11:44 Uhr

So viel Idiotie in einem so kleinen Artikel! Das schafft nur das Handelsblatt.

"Analyst erwartet Rally nach Bodenbildung" - eine insofern narrensichere Aussage, als es vom Tiefpunkt (der Bodenbildung) immer nur bergauf gehen kann. Und trotzdem ist andererseits sogar diese schlagzeilenträchtige Aussage falsch, denn der Analyst selber geht nur von einer "technischen Erholung" als einer "kurzfristigen Gegenbewegung" aus. Wer das marktschreierisch als Rally verkaufen will, sollte sich erst einmal über die Bedeutung dieses Begriffes informieren, bevor er den Griffel in die Hand nimmt. Der Wert des Euro entwickelt sich eben nicht, um der Schönheit charttechnischer Kurven gerecht zu werden, sondern spiegelt ökonomische Entwicklungen wieder, über die auch nur halbwegs zuverlässige Aussagen zu treffen wegen absolut unsicherer, politischer Determinanten derzeit nicht nur schwierig, sondern nahezu unmöglich ist. Dankenswerter Weise versucht der Analyst solches auch nicht. Umso sträflicher, aufgrund der hier wiedergegebenen Aussagen einer Rally das Wort zu reden.

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