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05.01.2012

18:12 Uhr

Währung

Der Euro stürzt weiter ab

Die Gemeinschaftswährung ist am Donnerstag auf ein 15-Monats-Tief abgesackt. Hauptgrund war die bleibende Anspannung auf den Anleihemärkten. Auch der Iran-Konflikt trieb die Anleger in Alternativ-Währungen.

Der Euro sinkt auf 15-Monats-Tief dpa

Der Euro sinkt auf 15-Monats-Tief

FrankfurtDer Kurs des Euro ist am Donnerstag zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten gefallen. Die Sorge um angeschlagene Banken und verschuldete Staaten der Euro-Zone dominiere wieder das Geschehen, sagten Experten. „Es besteht die Sorge, dass sich die Länder der Euro-Zone am Kapitalmarkt nicht zu annehmbaren Konditionen langfristig refinanzieren können“, fasste DZ-Bank-Analystin Sandra Striffer zusammen. „Der Euro ist im Moment einfach angezählt“, sagte ein Händler. Dies gelte auch für das charttechnische Bild. Am Vormittag hatte eine vielbeachtete Auktion französischer Staatsanleihen für Enttäuschung an den Devisenmärkten gesorgt.

Am späten Nachmittag wurde der Euro mit 1,2806 Dollar notiert. Am frühen Morgen war er noch bis zu 1,2945 Dollar wert gewesen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2832 (Mittwoch: 1,2948) Dollar festgesetzt. Eine Versteigerung lang- und ultralanglaufender französischer Staatstitel brachte die Gemeinschaftswährung nach den deutlichen Verlusten vom Vortag weiter unter Druck. Nach Einschätzung von Sebastian Sachs, Währungsexperte beim Bankhaus Metzler, war die Auktion zwar keine „Katastrophe“. Der leichte Anstieg der Refinanzierungskosten und die im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt verhaltene Nachfrage wurde von Investoren dennoch kritisch bewertet.

Weiter belastet wurde der Euro durch den angeschlagenen europäischen Bankensektor. Nachdem die italienische Großbank UniCredit mit ihren Problemen bei einer Kapitalerhöhung am Mittwoch die Stimmung gedrückt hatte, rückte die Krise der Branche Devisen-Analyst Sachs zufolge wieder in den Fokus der Anleger. Dazu kamen zuletzt neue Negativmeldungen über spanische Geldinstitute. Bei dieser für die Euroländer kritischen Nachrichtenlage komme die Stärkung des Dollar aufgrund besserer US-Konjunkturaussichten ungelegen, erklärte Sachs. In den USA hatten positive Arbeitsmarktdaten die Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung genährt.

Kommentare (11)

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wir-sind-das-Volk

05.01.2012, 14:54 Uhr

Klopft ordentlich auf euren Bundespräsidenten ein, denn so ein Verhalten hat IMMER Konsequenzen und bringt Un-HEIL mit sich.

Von mir aus lacht mich aus,
aber kein Land macht es ungestraft einen König zu killen, nur weil er sein Land vor BIG BROTHER bewahren will. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Ich wünsche EUCH "ein interessantes Jahr 2012"
(chin. Sprichwort)



Account gelöscht!

05.01.2012, 18:54 Uhr

Jede schlechte Nachricht zum Euro ist eine gute udn wir können nur hoffen, daß die Währung nicht gerade im kältesten Winter floppt, da dann wolh nur die Reserven blieben, um die Bevölkerung mit allem Nötigen zu versorgen, weill vorläufig alle Importe wegen Zahlungsunfähigkeit zusammenbrechen werden. Die Suchtstoffe in Flaschen und diesen kleinen Päckchen mit den Steuerbandarolen werden wohl wieder zum wichtigsten Zahlungsmittel werden und viele Frauen werden dann wieder auf "ihre Weise" zahlen... alerdings solten wir nihct auf "CARE-Pakete" hoffen, die werden diesmal nicht kommen...

Account gelöscht!

05.01.2012, 18:56 Uhr

Er hat eben versäumt, rechtzeitig nach den richtigen Verbündeten zu suchen...

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