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02.05.2013

17:32 Uhr

Währung

Draghi drückt den Euro

Der Euro reagiert mit deutlichen Ausschlägen auf die Zinssenkung der EZB. Zunächst kletterte der Kurs, dann sackte er wieder ab. Draghi bekräftigte, die EZB werde ihre lockere Geldpolitik so lange wie nötig fortsetzen.

Alles dreht sich heute um die EZB-Entscheidung. dpa

Alles dreht sich heute um die EZB-Entscheidung.

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag mit deutlichen Kursausschlägen auf eine abermalige Lockerung der Geldpolitik reagiert. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins auf ein neues Rekordtief senkte, stieg die Gemeinschaftswährung zunächst auf ein Tageshoch von 1,3215 US-Dollar. Im weiteren Verlauf sank der Eurokurs jedoch bis auf 1,3061 Dollar, nachdem sich EZB-Chef Mario Draghi aufgeschlossen für einen negativen Einlagensatz zeigte. Dabei müssen Banken quasi einen Strafzins zahlen, wenn sie zu viel Geld bei der EZB parken statt wie angeregt mehr Kredite an Unternehmen zu vergeben.

Wie von den meisten Beobachtern erwartet, reduzierte die EZB ihren Leitzins wegen der Wirtschaftsschwäche im Euroraum um 0,25 Punkte auf ein neues Rekordtief von 0,5 Prozent. EZB-Präsident Draghi deutete zudem an, dass dies nicht das Ende der Fahnenstange sein muss. Die Notenbank werde handeln, falls dies erforderlich werden sollte. Weitere Zinssenkungen sind also möglich. Darüber hinaus bekräftigte Draghi, die EZB werde ihre lockere Geldpolitik so lange wie nötig fortsetzen.

Der EZB-Chef ließ sogar durchblicken, dass der Einlagensatz - ein wichtiger Zinssatz zur Steuerung der Bankzinsen - unter die Nulllinie fallen könnte. Die EZB sei „unvoreingenommen“, den Einlagenzins auch unter das gegenwärtige Niveau von null Prozent zu senken, sagte Draghi. In diesem Fall müssten die Geldhäuser faktisch eine Gebühr auf Guthaben zahlen, die sie bei der EZB unterhalten. Dies könnte die Kreditvergabe an private Haushalte und Unternehmen anregen. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen aber, dass dies nicht so kommen muss. Draghi erklärte, ein negativer Einlagenzins könnte auch ungewünschte Nebenwirkungen zur Folge haben.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

02.05.2013, 08:41 Uhr

Es ist jedes mal das selbe Spiel, nur kennt fast jeder das Drehbuch.

mon_yburns@central.banktunnel.eu

02.05.2013, 10:31 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Vicario

02.05.2013, 17:55 Uhr

Zitat : Draghi drückt den €

Das ist doch das perfekte Mafia-Geschäftsmodell unseres Bankwesens !

- Der STEUERZAHLER zahlt durch seine Steuern in den Topf der EZB ein.

- Die EZB vergibt an die Geschäftsbanken für 0,5 % Kredite.

- Die Geschäftsbanken vergeben wiederum an den Steuerzahler ( Privatkunden, Geschäftskunden ) diese Gelder als Kredite in Größenordnungen von ca. 3 % ( Langfristige Hypotheken ) bis ca. 20 % ( Überziehungskredite ) !

Tja, wie man so schön zu sagen pflegte : man sollte

BÄNKSTER oder PFARRER werden : diese Schichten wissen, wie man auf Kosten der Allgemeinheit wie Gott in Frankreich lebt !


Zitat : Frankreich erhält Geld so günstig wie noch nie

Und das verdankt Frankreich der EZB und letztendlich auch dem Deutschen Steuerzahler !

Die EUROBONDS braucht kein Mensch mehr : diese Eurobonds sind längst REALITÄT durch EZB !

Damit die Franzosen weiterhin ihre 35-STUNDEN Woche genießen und mit 60 in den wohl verdienten ( auch durch Deutschen Steuerzahler bezahlten ) Ruhestand genießen dürfen !

VIVAT EUROPA !

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