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02.11.2011

16:40 Uhr

Währung

Eurokurs stabilisiert sich

Langsam erholt sich der Devisenmarkt von dem Schock über die Ankündigung der Volksabstimmung in Griechenland. Der Kurs des Euros steigt über 1,38 Dollar. Die kommenden Tage könnten aber Rückschläge bringen.

Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3741 US-Dollar. dpa

Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3741 US-Dollar.

FrankfurtDer Kurs des Euro hat die Talfahrt der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt. „Die Schockwelle, die Griechenlands Premierminister Giorgos Papandreou mit der Ankündigung einer Volksabstimmung über das neue Rettungspaket auslöste, scheint heute früh erst einmal ausgelaufen zu sein“, beschrieben Experten der HSH Nordbank die Stimmung am Markt.

Die Gemeinschaftswährung kostet am späten Nachmittag 1,38 US-Dollar, knapp ein Prozent mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei der Festlegung der täglichen Referenzkurse einen Wechselkurs von 1,3809 US-Dollar für den Euro errechnet. Ein Euro entspricht außerdem 107,78 Yen, 0,86190 Pfund Sterling oder 1,2166 Schweizer Franken.

„Ich glaube aber nicht, dass der längerfristige Fall des Euro bei etwa 1,37 Dollar stoppen wird“, betonte Analyst Minori Uchida von der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ. „Die Wahrscheinlichkeit, dass der EU-Rettungsplan abgelehnt wird, ist sehr hoch. Wenn dies passiert, stehen wir wieder am Anfang. Schlimmer noch: Während wir auf die griechische Entscheidung warten, werden die Märkte ihren Druck auf Italien erhöhen. Darin liegt die eigentliche Gefahr.

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Die kommenden Tage dürften „im Zeichen der Schadensbegrenzung“ und der Präzisierung des geplanten Referendums in Griechenland stehen, hieß es bei der HSH Nordbank. Im Verlauf des Tages werden Deutschland, Frankreich sowie die Spitzen von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds auf einem Krisengipfel versuchen, die neuen Turbulenzen um Griechenland einzudämmen.

Anleger fliehen in sichere Anlagen. Dazu zählen deutschen Staatsanleihen. Die Zinsen für neu ausgegebene Staatsanleihen sanken auf ein Rekordniveau seit Einführung des Euro, wie ein Sprecher der Finanzagentur des Bundes sagte. Der Staat muss demnach für Schuldpapiere mit einer Laufzeit von fünf Jahren nur noch einen Prozent Zinsen bezahlen. Bei der vorigen Ausgabe solcher Anleihen im September hatten Investoren noch 1,22 Prozent für ihr Geld verlangt.

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