Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.03.2013

11:27 Uhr

Währung

Morgan Stanley prophezeit Euro-Absturz

Der Euro wird deutlich fallen - bis auf Parität zum US-Dollar. Das prophezeit Hans Redeker, Devisenstratege bei Morgan Stanley. Die Gründe dafür seien in Zypern und bei der Europäischen Zentralbank zu suchen.

Euro in der Klemme: Internationale Investoren sind besorgt. dpa

Euro in der Klemme: Internationale Investoren sind besorgt.

New York/LondonDer Euro läuft nach Einschätzung von Morgan Stanley Gefahr, in den nächsten zweieinhalb Jahren auf Parität zum US-Dollar zu sinken. Die Politik der Region ziele auf eine Schwächung der Währung zur Steigerung des Wachstums ab, argumentiert die US-Bank.

Die europäische Gemeinschaftswährung ist in diesem Jahr bisher 2,6 Prozent gesunken. Sie werde weiter nachgeben, da das Rettungspaket für Zypern Besorgnis um die Sicherheit der Spareinlagen in der Region schüre, sagte Hans-Günter Redeker, Leiter weltweite Devisenstrategie bei Morgan Stanley, in einem Interview in Sydney. Italiens Schwierigkeiten, nach den ergebnislosen Wahlen vom Februar eine Regierung auf die Beine zu stellen, werden ebenfalls den Euro schwächen, erklärte er.

Ratings der größten Volkswirtschaften der Welt

USA

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA

Ausblick: Negativ

China

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Japan

S&P Rating: AA-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Negativ

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Vereinigtes Königreich

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Brasilien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Russland

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Indien

S&P Rating: BBB-
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB-
Ausblick: Stabil

Kanada

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Australien

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Schweiz

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

„Angesichts der Zypern-Politik wird die Besorgnis zunehmen, die Peripherie zu finanzieren und dort Gelder anzulegen“, sagte Redeker. „Die langfristige Auswirkung ist, dass der geldpolitische Übertragungsmechanismus in Europa nicht funktioniert, es gibt keine Kredite, kein Wachstum und die Fiskalpolitik ist immer noch fragmentiert. Daher muss man beim Ausblick recht pessimistisch sein.“

Der Euro fiel am Dienstag zum ersten Mal seit November 2012 unter die Marke von 1,28 Dollar. Redeker sieht die Gemeinschaftswährung zum Jahresende bei 1,25 Dollar und bis Jahresende 2014 bei 1,19 Dollar. Die Median-Prognose von Analysten in einer Bloomberg-Umfrage lag bei einem Euro-Kurs von 1,29 Dollar zum 31. Dezember.

Hans Redeker im Interview: „Der Euro wird massiv abwerten“

Hans Redeker im Interview

„Der Euro wird massiv abwerten“

Europa braucht eine schwache Währung - und die Europäische Zentralbank wird dafür sorgen. Im Interview erklärt Hans Redeker, Chefstratege bei Morgan Stanley, warum der Euro fast auf Parität zum Dollar fallen könnte.

„Innerhalb von etwa zweieinhalb Jahren könnte er sich sehr nahe an die Parität bewegen, daher ist das Risiko einer Unterschreitung recht erheblich“, erklärte Redeker. Im März ist der Euroraum-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe stärker geschrumpft als Ökonomen erwartet hatten. Damit verstärken sich die Anzeichen, dass die Region sich schwertut, die Rezession hinter sich zu lassen. Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal so stark gesunken wie seit dem ersten Quartal 2009 nicht mehr.

Kommentare (29)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.03.2013, 10:42 Uhr

Die Wettsaison ist eröffnet.
Ok, dann erstmal in Ruhe ein Cerveza genießen.

denkstewohl

27.03.2013, 10:51 Uhr

Da ist was dran, auch wenn diese Prophezeihung von einem Banker nie ohne Eigennutz erfolgt. Und:
Der Dollar ist hingegen solide aufgestellt? Und die USA würden eine massive Abwertung des EUR einfach akzeptieren, obwohl dann ihre Industie leiden wird? Da kommt man aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Fragt sich, wer der Einäugige unter den Blinden wird.

Aktienbulle

27.03.2013, 10:53 Uhr

Das ist das beste, was dem deutschen Export passieren könnte!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×