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18.03.2013

10:28 Uhr

Währung

Zypern-Frage belastet Euro-Kurs

Das Rettungspakt für Zypern belastet den Euro. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise unter die Marke von 1,29 Dollar. Zuletzt erholte sich der Kurs wieder etwas. Doch die Unsicherheit ist groß.

Zypern-Rettung belastet den Euro. dpa

Zypern-Rettung belastet den Euro.

Frankfurt am MainDer Euro hat am Montag kräftige Kursverluste verzeichnet und ist zum Dollar bis auf ein Jahrestief abgesackt. Die Finanzminister der Eurozone verlangen im Rahmen der Hilfsgelder für Zypern eine Abgabe auf die Einlagen bei den zyprischen Banken. Das unterminiert das Vertrauen von Bankeinlegern und droht, die Eurokrise wieder zu verschärfen.

Die Ratingagentur Moody's Investors Service nannte die Abgabe negativ für Bankeinleger überall in Europa. Sie zeige, dass die Politiker gewillt seien, Störungen an den Finanzmärkten in Kauf zu nehmen, um Staatspleiten zu verhindern. Das zyprische Parlament wird am Dienstagnachmittag über die Abgabe abstimmen, sie soll 5,8 Mrd. Euro einbringen. Eine zunächst für Montag angesetzte Abstimmung wurde verschoben.

Barclays Plc nannte die Abgabe eine Entwicklung, die die Erosion des Bondgläubigerschutzes bei europäischen Banken vorantreibe und einen „unheilvollen Trend.”

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt ein Prozent tiefer bei 1,2944 Dollar gehandelt. Im vorläufigen Tagestief war der Euro um 1,5 Prozent bis auf 1,2882 Dollar abgebröckelt - der niedrigste Wert seit dem 10. Dezember 2012.

„Die Maßnahme sorgt für Nervosität, dass dies künftig auch in anderen Ländern geschehen, und dass es zu einer Kapitalflucht aus der Region kommen könnte”, sagte Mansoor Mohi-Uddin, Leiter Devisenstrategie bei der UBS AG in Singapur. “Wir rechnen damit, dass der Abwärtstrend beim Euro wieder beginnt”, fügte er an.

Der Schweizer Franken stieg zum Euro zeitweise fast auf ein Drei-Wochen-Hoch. Die Währung war nach den Zypern-Maßnahmen als sicherer Hafen wieder stärker gefragt. “Die Entwicklungen in Zypern werden zu Euro-Verkäufen und Käufen von Franken, Dollar und anderen Währungen führen”, schrieb Steven Englander, weltweiter Leiter Strategie G10-Währungen bei Citigroup Inc. in New York, in einer Notiz.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei zuletzt 1,2241 Franken noch 0,3 Prozent fester. Gegenüber dem Dollar gab der Franken 0,7 Prozent nach auf 94,58 Rappen. Einen Teil seiner Kursgewinne zum Euro gab der Franken wieder ab, nachdem der Internationale Währungsfonds der Schweizerischen Nationalbank riet, im Falle einer drohenden erneuten Aufwertung des Franken negative Zinsen einzuführen.

Der Yen kletterte zum Euro um 1,3 Prozent auf 123,01 Yen. Zum Dollar stieg der Yen um 0,3 Prozent auf 95,03 Yen. Auch das Pfund legte deutlich zum Euro zu und erreichte zeitweise den höchsten Wert seit einem Monat. Zuletzt notierte das Pfund ein Prozent höher zum Euro bei 85,64 Pence. Zum Dollar war die britische Währung kaum verändert bei 1,5111 Dollar.

Von

dpa

Kommentare (22)

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kruchtitanz

18.03.2013, 07:39 Uhr

Waigel: "den EURO wird es noch 400 Jahre geben....Nun rutscht er auf der Feldbergpiste abwärts und bringt den Ländern ihre währungspolitische Souveränität zurück. Langfristig. Die heutigen korrupten Politverbrecher sind nichts anderes als die romantischen Feldherren bis Napoleon.

Joker1

18.03.2013, 08:36 Uhr

Der Euro ist nicht zu retten!
Die Politgangster waren und sind die wahren Profiteure,
zusammen mit ihren Bimbesquellen.
Geordneter Rückzug ist angesagt.
Rücktauschkurs: 1 Euro = 2 neue DM und der ECU als
Verrechnungseinheit, so wie es vor 1999 war! Alles andere
ist Betrug und muss richtig gestellt werden! Die Politmafia
in Berlin, Brüssel und Paris muss gestoppt werden!

otto

18.03.2013, 09:10 Uhr

Und auch hier gilt:

Der Euro ist ein Erfolgsprojekt.

Er ist der Garant für Frieden und Wohlstand in Europa und Alternativlos.

Der Euro ist die Erfolgsgeschichte eines zusammenwachsenden Europa, mit ausgezeichneten Perspektiven für unser Land und sämtliche Völker in Europa.



Wohlstand heißt, auch Wohlstand zu teilen.

Europa darf zurecht als Vorbild für viele Krisenherde in der Welt gelten.
(lol - Klasse Freudscher Versprecher - Frau Merkel :D






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