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30.12.2011

08:30 Uhr

Währungen

Analysten erwarten keinen Euro-Crash

Am letzten Handelstag des Jahres hat der Euro die Talfahrt vorerst beendet und sich etwas vom Jahrestief entfernt. Für 2012 sind die Experten zuversichtlich. Einen Absturz werde es nicht geben, sagen sie.

Der Euro war in diesem Jahr erneut schwächer als der Dollar. dpa

Der Euro war in diesem Jahr erneut schwächer als der Dollar.

TokioAm Freitagmorgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2945 US-Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7723 Euro. Zuvor musste der Euro im Verlauf von zwei Handelstagen herbe Verluste verkraften. Am Vortag sackte der Kurs vor dem Hintergrund der schwelenden Schuldenkrise zeitweise auf 1,2858 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit September 2010.

Händler sprachen am Morgen von einem sehr dünnen Handel an den Devisenmärkten mit wenig Umsätzen. Der Euro habe sich vorerst über der Marke von 1,29 Dollar stabilisieren können. Nach einer Reihe von Versteigerungen italienischer Staatsanleihen in den vergangenen beiden Handelstagen dürfte kurz vor dem Jahresende etwas Ruhe an den Devisenmarkt einkehren, hieß es.

Im Jahr 2011 hat der Euro gegen den Dollar 3,2 Prozent an Wert verloren - und verbucht somit nach 2010 das zweite Jahr in Folge einen Verlust. Viele Experten halten das Minus angesichts der sich nun schon lange hinziehenden Euro-Schuldenkrise aber für relativ moderat.

Analysten-Prognose für 2012 (Jahresendstand)

Baader Bank

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011

Bank Julius Bär

Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $

Bank Sarasin

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

Bankhaus Lampe

Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $

Bayerische Landesbank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $

Berenberg Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $

Bethmann Bank

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $

BHF-Bank

Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

BNP Paribas

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $

Citi

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $

Commerzbank

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

DekaBank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $

Deutsche Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

DZ Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $

Ellwanger & Geiger

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $

Fürst Fugger Privatbank

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $

Haspa

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $

Hauck & Aufhäuser

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $

Helaba

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $

HSBC Trinkaus

Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $

JP Morgan

Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $

LBBW

Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

M.M.WArburg & Co.

Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

National Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

Natixis

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $

Nomura

Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $

NordLB

Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $

Postbank

Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

Royal Bank of Scotland

Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $

Santander Cons. Bank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $

Société Générale

Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $

Syz & Co.

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

UBS

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

VP Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $

West LB

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $

WGZ-Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $

2012 dürfte es dem Euro kaum besser ergehen. Das alles beherrschende Thema bleibt wohl das gleiche wie im zu Ende gehenden Jahr: die hohe Verschuldung der Staaten in Europa. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist allerdings optimistisch, dass die Politik die Probleme in Europa bald wieder in den Griff bekommt. "Ich glaube, dass wir in den nächsten zwölf Monaten so weit sind, dass wir die Ansteckungsgefahren gebannt und die Euro-Zone stabilisiert haben werden", sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt.

Die Mehrheit der Banken erwartet, dass sich der Euro im kommenden Jahr stabil halten oder noch etwas zulegen wird. Nach der Umfrage des Handelsblatt unter 36 Banken und Investmenthäusern rechnen die Experten im Schnitt damit, dass die Gemeinschaftswährung Ende 2012 bei 1,33 Dollar stehen wird.

Kommentare (12)

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AdamRies

30.12.2011, 08:55 Uhr

"Analysten erwarten keinen Euro-Crash"
Der Titel des Artikels beweist wie schlecht es dem EURO wirklich geht!
Eine Währungsunion ohne eigenständige Zentrale Steuerverwaltung ist nicht überlebensfähig!

ANAL_ysten

30.12.2011, 09:26 Uhr

Teil 1:
Sehe ich genauso @ AdamRies.
Mein Opa, der den Zweiten Weltkrieg miterlebte, sagte einmal zu mir:
„Bub paß immer gut auf, wenn Du überall in den Zeitungen und von den Regierungen positive Nachrichten vernimmst, dann ist die Lage definitiv aussichtslos.“

Der Euro ist am Ende, weil er die Kaufkraft der Normalverdiener immer mehr beschneidet und die Schuldenlast für den einzelnen und nachfolgende Generationen unbezahlbar macht.
Alle wissen es, nur die Profiteure des Schuldgeldsystems und der Globalisierung, die Reichen und Mächtigen dieser Welt, wollen sich ihr leistungsloses Einkommen durch Zins- und Zinseszins und ihre Produkltion in Billiglohnländern natürlich nicht vernichten lassen. Diese großkotzigen „Intl. Globalplayer“, die unter menschenverachtenden Löhnen in Schwellenländern ihren früher mal hochwertigen. jetzigen Giftmüll produzieren lassen und und diesen Dreck dann hier in den westlichen Industrieländern (für ein paar minderwertige Turnschuhe 100 € abkassieren usw.) verkaufen.

ANAL_ysten

30.12.2011, 09:26 Uhr

Teil 1:
Sehe ich genauso @ AdamRies.
Mein Opa, der den Zweiten Weltkrieg miterlebte, sagte einmal zu mir:
„Bub paß immer gut auf, wenn Du überall in den Zeitungen und von den Regierungen positive Nachrichten vernimmst, dann ist die Lage definitiv aussichtslos.“

Der Euro ist am Ende, weil er die Kaufkraft der Normalverdiener immer mehr beschneidet und die Schuldenlast für den einzelnen und nachfolgende Generationen unbezahlbar macht.
Alle wissen es, nur die Profiteure des Schuldgeldsystems und der Globalisierung, die Reichen und Mächtigen dieser Welt, wollen sich ihr leistungsloses Einkommen durch Zins- und Zinseszins und ihre Produkltion in Billiglohnländern natürlich nicht vernichten lassen. Diese großkotzigen „Intl. Globalplayer“, die unter menschenverachtenden Löhnen in Schwellenländern ihren früher mal hochwertigen. jetzigen Giftmüll produzieren lassen und und diesen Dreck dann hier in den westlichen Industrieländern (für ein paar minderwertige Turnschuhe 100 € abkassieren usw.) verkaufen.

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