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22.07.2014

17:27 Uhr

Währungen

Euro fällt auf tiefsten Stand seit November 2013

Der Euro ist auch unter die Marke von 1,35 US-Dollar gefallen. Damit setzte ein kleiner Ausverkauf ein. Am Morgen musste für einen Euro noch ein halber Cent mehr gezahlt werden.

Die Europäische Gemeinschaftswährung gibt weiter nach. dpa

Die Europäische Gemeinschaftswährung gibt weiter nach.

Frankfurt/MainDer Euro ist am Dienstag spürbar unter Druck geraten. Am späten Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3459 US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit November 2013. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3481 (Montag: 1,3518) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7418 (0,7398) Euro.

Ausschlaggebend für die Verluste waren laut Marktteilnehmern weniger handfeste Gründe als vielmehr das Handelsgeschehen: Nachdem der Euro unter die Marke von 1,35 Dollar gefallen sei, hätten zahlreiche Anleger aus Angst vor weiteren Verlusten Euro verkauft. Dies habe den Euro zusätzlich unter Druck gesetzt, war aus dem Handel zu hören. Für diese Sicht spricht auch, dass die Stimmung an den Aktienmärkten gut war, was dem Euro für gewöhnlich zugutekommt.

Währungsbilanz 2014 - Euro verliert an Boden

Ukrainische Hrywnja

Euro/Hrywnja (lfd. Jahr): + 39,7 Prozent

Stand: 22.07.2014, Quelle; VWD

Argentinischer Peso

Euro/Argentinischer Peso (lfd. Jahr): + 23,2 Prozent

Russischer Rubel

Euro/Rubel (lfd. Jahr): + 5,3 Prozent

Chinesischer Yuan

Euro/Yuan (lfd. Jahr): + 0,9 Prozent

Polnischer Zloty

Euro/Zloty (lfd. Jahr): - 0,2 Prozent

Südafrikanischer Rand

Euro/Rand (lfd. Jahr): - 0,1 Prozent

Schweizer Franken

Euro/Franken (lfd. Jahr): - 0,5 Prozent

Kanadischer Dollar

Euro/Kan-Dollar (lfd. Jahr): - 0,7 Prozent

US-Dollar

Euro/Dollar (lfd. Jahr): - 1,7 Prozent

Mexikanischer Peso

Euro/Peso (lfd. Jahr): - 2,1 Prozent

Türkische Lira

Euro/Lira (lfd. Jahr): - 2,5 Prozent

Indische Rupie

Euro/Rupie (lfd. Jahr): - 4,1 Prozent

Britisches Pfund

Euro/Pfund (lfd. Jahr): - 4,8 Prozent

Japanischer Yen

Euro/Yen (lfd. Jahr): - 5,4 Prozent

Brasilianischer Real

Euro/Real (lfd. Jahr): - 7,5 Prozent

Australischer Dollar

Euro/Aus-Dollar (lfd. Jahr): - 7,6 Prozent

Zusätzliche Belastung kam durch robuste Konjunkturdaten aus den USA. Zahlen vom einst krisengeschüttelten Immobilienmarkt deuteten darauf hin, dass die zwischenzeitliche Schwächeperiode seit Jahresbeginn überwunden sein könnte. Zudem zeigten neue Preisdaten, dass die Phase niedriger Inflationsraten wohl vorüber ist. Zum Jahresende hin dürfte sich der Preisauftrieb schrittweise verstärken, erwarten die US-Volkswirte der Deutschen Bank. Eine erste Zinserhöhung durch die amerikanische Notenbank nach der Krise rückt damit immer mehr in Reichweite.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79050 (0,79150) britische Pfund, 136,93 (136,97) japanische Yen und 1,2151 (1,2144) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1310,25 (1311,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 640,00 (30 720,00) Euro.


Von

dpa

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