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13.08.2013

17:13 Uhr

Währungen

Euro fällt deutlich unter 1,33 Dollar

Die Aussicht auf die Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe durch die US-Notenbank haben den Euro gegenüber den Dollar deutlich zurückfallen lassen. Auch die guten ZEW-Konjunkturerwartungen halfen da nicht.

Der Euro bleibt relativ hart und trotz den Zahlen aus Japan. dpa

Der Euro bleibt relativ hart und trotz den Zahlen aus Japan.

FrankfurtDer Euro ist am Dienstag deutlich unter die Marke von 1,33 US-Dollar zurückgefallen. Experten erklärten das schwache Abschneiden der Gemeinschaftswährung unter anderem mit der Aussicht auf ein rasches Drosseln der milliardenschweren Anleihekäufe durch die US-Notenbank. Jüngste US-Konjunkturdaten hätten entsprechende Hinweise geliefert und dem Dollar Auftrieb verliehen. Am Nachmittag fiel der Kurs des Euro im Gegenzug auf ein Tagestief bei 1,3234 Dollar, nachdem er am Morgen noch zeitweise bis auf 1,3317 Dollar gestiegen war. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3290 (Montag: 1,3280) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7524 (0,7530) Euro.

Der Euro geriet erst am Nachmittag mit der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten deutlich unter Verkaufsdruck. In der größten Volkswirtschaft der Welt stiegen die Umsätze im Einzelhandel zwar nicht so stark wie erwartet. Allerdings sei das robuste Abschneiden der amerikanischen Einzelhandelsumsätze ohne Pkw- und Benzinverkäufe positiv zu werten, sagte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). In der Reaktion der Finanzmärkte sehen Experten vor allem eines: Die Investoren wertet die Konjunkturdaten als neuen Hinweis für eine schnelle Änderung der Geldpolitik in den USA. Die amerikanische Notenbank könnte demnach ihre Anleihekäufe bereits im September zurückfahren.

Dagegen konnten überraschend gute ZEW-Konjunkturerwartungen den Kurs des Euro nicht nachhaltig anschieben. Die Stimmung deutscher Finanzexperten hatte sich im August überraschend stark aufgehellt und erreichte den besten Wert seit März. „Der Anstieg des ZEW-Indikators ist ein positives Signal“, kommentierte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Allerdings sollten die ZEW-Konjunkturerwartungen auch nicht überbewertet. „Für Euphorie besteht derzeit sicherlich kein Anlass.“

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85955 (0,85860) britische Pfund, 130,27 (128,66) japanische Yen und 1,2358 (1,2327) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1328,50 (1341,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 680,00 (31 540,00) Euro.

Von

dpa

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