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15.01.2014

11:36 Uhr

Währungen

Euro fällt leicht

Die zuletzt positiven US-Einzelhandelsdaten haben dem Dollar Rückenwind verliehen. Die europäische Gemeinschaftswährung gab etwas nach, bleibt aber auf relativ hohem Niveau

Der Euro kann sich zunächst behaupten. dpa

Der Euro kann sich zunächst behaupten.

SydneyDer Euro hat am Mittwoch zum Dollar moderat nachgegeben. Zuletzt wurden für einen Euro 1,3626 Dollar gezahlt und damit 0,4 Prozent weniger als am Vortag.

Die vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes zum deutschen Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr hatten einen Zuwachs von 0,4 Prozent ergeben. Damit wurden die erwarteten 0,5 Prozent knapp verfehlt. „Die Zahl lässt darauf schließen, dass das vierte Quartal nicht positiv überrascht”, merkte Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba an, „es ist nur ein verhaltenes Wachstum zu erwarten.”

Am Nachmittag kommen weitere Daten aus den USA, die Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen könnten. „Die heutigen PPI Daten werden kaum große Aufmerksamkeit finden, der Empire Manufacturing Index und das Beige Book dagegen werden mit Spannung erwartet”, schrieben die Devisenanalysten der DZ Bank. Von Bloomberg befragte Volkswirte rechnen für den Empire State Index mit einem Stand von 3,5 im Januar, während für die Produzentenpreise im Dezember im Jahresvergleich ein Plus von 1,1 Prozent erwartet wird.

Der Konjunkturbericht Beige Book wird nach Ansicht der Experten der DZ Bank die Zerrissenheit in der US-Notenbank belegen, was das weitere Vorgehen bei der Verringerung der US- Anleihekäufe angeht. „Während Charles Plosser sich gestern für eine Vollendung des Tapering Programms noch vor Ende 2014 aussprach, ist Richard Fisher der Meinung das Programm solle mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.” Angesichts dieser Konstellation werde es „für den US Dollar weiterhin schwierig bleiben eine anhaltende Aufwärtsdynamik zu entwickeln”.

Der Yen notierte zu der US-Währung mit 104,29 und damit 0,1 Prozent leichter. Zu der Gemeinschaftswährung lag er bei 142,11 Yen und damit 0,3 Prozent fester.

Der Schweizer Franken tendierte zum Euro mit 1,2353 Franken 0,1 Prozent leichter. Gegenüber dem Dollar verbilligte sich die eidgenössische Währung um 0,4 Prozent auf 90,65 Rappen.

Der Euro war am Mittwochmorgen in Fernost zeitweise auf 1,3628 Dollar zurückgefallen nach 1,3679 Dollar im New Yorker Schlussgeschäft des Vortages. Zur japanischen Landeswährung stieg der Greenback auf 104,47 Yen nach 104,20 Yen am Dienstag. Das ermutigende Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels habe nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten vom Freitag wieder für etwas bessere Stimmung bei den Dollar-Investoren gesorgt, sagte ein Händler. Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent der privaten Konsumausgaben in den USA aus. Diese wiederum stehen für rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung und gelten als zuverlässiges Stimmungsbarometer für die Wirtschaft.
Verbessert sich die Konjunktur, steigen auch die Chancen für eine rasche Reduzierung der milliardenschweren Anleihenkäufe durch die Notenbank Fed. Im vergangenen Monat hatten die Banker zunächst beschlossen, das Volumen ihrer Wertpapierkäufe ab Januar um zehn auf 75 Milliarden Dollar monatlich zu reduzieren.

Von

rtr

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