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23.01.2012

14:37 Uhr

Währungen

Euro klettert über 1,30 Dollar

Der Schuldenschnitt Griechenlands nimmt Formen an. Die Hoffnung auf eine Einigung hilft dem Euro - die Gemeinschaftswährung klettert wieder über 1,30 Dollar. Die Renditen südeuropäischer Anleihen geben nach.

Expertengespräch

„Die Euro-Schuldenkrise ist praktisch gelöst“

Expertengespräch: „Die Euro-Schuldenkrise ist praktisch gelöst“

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FrankfurtDie Schlagzeilen zur Euro-Krise haben am Montag den Takt am Devisenmarkt vorgegeben. Vor allem die Hoffnung auf Fortschritte in den Verhandlungen um einen griechischen Schuldenschnitt verschaffte der Gemeinschaftswährung Auftrieb. Der Euro stieg im Tagesverlauf um fast eineinhalb US-Cent auf 1,3013 Dollar - und notierte damit so hoch wie seit fast drei Wochen nicht mehr. Nach Einschätzung des französischen Finanzministers Francois Baroin scheint eine Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern Form anzunehmen. Am Wochenende waren die Gespräche der Regierung mit den Gläubigerbanken über einen Forderungsverzicht von rund 100 Milliarden Euro unterbrochen worden.

„Athen läuft die Zeit davon und alle setzen darauf, dass wir hier bald etwas Konkretes präsentiert bekommen“, sagte ein Händler. Am Nachmittag kommen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammen, um über das weitere Vorgehen bei der Sanierung der griechischen Staatsfinanzen zu beraten. Ziel ist es, den Schuldenstand des Landes bis 2020 von 160 auf 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftskraft (BIP) zu reduzieren. Nur dann würden EU und IWF Griechenland ein neues Hilfspaket über 130 Milliarden Euro gewähren. Ohne frisches Geld droht dem Land im März ein ungeordneter Bankrott, wenn Staatsanleihen im Volumen von 14,5 Milliarden Euro bedient werden müssen.

Börsianer machten aber auch die erneute Diskussion um eine Aufstockung der europäischen Hilfsfonds für die Kursaufschläge beim Euro verantwortlich. Norbert Barthle, Chef-Haushälter der Union im Bundestag, hatte in einem Zeitungsinterview die Idee, EFSF und ESM parallel laufen zu lassen, wieder ins Gespräch gebracht. Der italienische Ministerpräsident Mario Monti drängt einem Magazinbericht zufolge darauf, die Finanzkraft des ESM zu verdoppeln. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB)Mario Draghi schlage in diesem Zusammenhang vor, ungenutzte Mittel des EFSF dem ESM zuzuschlagen, statt diese miteinander zu verrechnen, berichtete der „Spiegel“ weiter. Die Bundesregierung betonte, sie sei offen für Diskussionen rund um den ESM. Allerdings glaube sie derzeit nicht, dass das Volumen des Rettungsfonds verdoppelt werden müsse.

Kommentare (5)

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Spartakus

23.01.2012, 10:33 Uhr

Ein Volk wird versklavt!
Die Exportgier der Industrieländer und deren Großkonzerne, durch Bestechung von korrupten Regierungen und Regierungsmitgliedern Griechenlands und mit der Mittäterschaft von deutschen und französischen Banken, hat zu dieser Überschuldung geführt.
Jetzt wird ein ganzes Volk versklavt, während die Verantwortliche von Siemens, Mercedes, Krauss-Maffei, Ferrostaal, Dassault, etc., etc., die korrupte griechische Regierungsmitglieder und unsere Bankmanager, unbestraft, ein Leben in Luxus und Überfluss genießen können.
Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Russland, in China, in Frankreich, in Italien und auch in der Türkei! Schaut auf dieses Volk und erkennt, daß ihr dieses Land und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!
Es gibt nur eine Möglichkeit für uns alle: gemeinsam so lange zusammenzustehen, bis dieser Kampf gewonnen, bis dieser Kampf endlich durch den Sieg über die Feinde, durch den Sieg über die Macht der Finsternis besiegelt ist.

Optimist

23.01.2012, 10:42 Uhr

Man darf jetzt hoffen dass dank des jetzt auf ein realistisches Niveau zurückgekehrter Euro die Gewinne die Großkonzernen im Euroraum machen wieder im Euroraum reinvestiert werden.
Auch weil, wegen des Wechselkurs des Euro, Importe aus Nichteuroländer teurer sind, werden wir mehr Produkte Made im Euroland kaufen und weniger importieren.
Das wird sich auch auf die Arbeitslosigkeit in den Krisenländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit positiv auswirken (Spanien und Portugal 40% Jugendarbeitslosigkeit) und folglich auch auf deren Schulden weil die Sozialausgaben sinken und die Steuereinnahmen zunehmen.
Deutsche Weltkonzerne, weil im Nichteuroausland engagiert, haben ein unpatriotisches Interesse an einem starken Euro. Sie können dadurch billig im Nichteuroausland produzieren und den Euroraum mit billig Produkte „Made in Germany“ überfluten. Dies mit riesigen Gewinne aber zum Nachteil der schwächeren Eurowirtschaften. Sollte wegen des jetzt richtig bewerteter Euro Erdöl teurer werden, sehe ich es las ein Vorteil, vor allem für die Umwelt.

DMN

23.01.2012, 10:47 Uhr

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