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15.08.2011

22:46 Uhr

Währungen

Euro schafft fulminantes Comeback

Große Entscheidungen werfen ihre Schatten voraus: Einen Tag vor dem Treffen zwischen Merkel und Sarkozy steigt der Euro steil an. Das hat er der Schwäche der USA zu verdanken - und der EZB.

Der Euro steigt zu Wochenbeginn über 1,44 Dollar. Quelle: ap

Der Euro steigt zu Wochenbeginn über 1,44 Dollar.

FrankfurtDer Euro hat heute seine Schwächephase überwunden und zeigt eine längst vergessene Stärke. Die Schwäche der USA treibt die Anleger in die Gemeinschaftswährung. Aktuell notiert die europäische Gemeinschaftswährung 1,2 Prozent besser bei 1,4440 US-Dollar.

Nicht nur die Erwartungen an beide Staatschefs stimmen die Anleger zuversichtlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute ihr Geheimnis gelüftet, wie sie in den vergangenen Tagen im Anleihenmarkt eingegriffen hat. Die EZB kaufte für 22 Milliarden Euro Staatsanleihen von Euroländern - mehr als je zuvor. Insgesamt hat sie nun für 96 Milliarden Euro Staatsanleihen in ihrer Bilanz.

Wahrscheinlich griffen die Notenbanker vor allem bei italienischen und spanischen Titeln zu. Händler hatten in den zurückliegenden Tagen immer wieder davon berichtet, dass die Notenbank am Anleihemarkt zugunsten dieser Länder aktiv sei. Allerdings hatten die Märkte mit deutlich größeren Anleihekäufen gerechnet.

„In der Höhe der EZB-Käufe jetzt spiegelt sich schon ein wenig die widersprüchliche Haltung des EZB-Rats bei dem Thema wider - man musste kaufen, aber eigentlich wollte man nicht wirklich kaufen. 22 Milliarden Euro ist nicht besonders aggressiv“, sagt Commerzbank-Analyst Michael Schubert. Die Anleger könnten schlussfolgern, dass es nicht zu schlecht um den Euro stand - und die EZB ihr Pulver für weitere Rettungsaktionen noch nicht verschossen hat.

Kommentare (20)

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Kalle

15.08.2011, 17:20 Uhr

Sinnlose Jubelmeldung. Wenn der Dollar sinkt dann feiert der Euro ein fulminantes Comeback. Zwei Weichwährungen kann man nicht mit einander vergleichen. Wie sieht das gegen Franken oder NOK aus, oder gegen Gold? Da ist der Euro eindeutig eine Weichwährung und wird das auch bleiben. Also wieder mal nur positive Stimmung machen, damit die Flucht aus dem Papier nicht noch zunimmt.

Account gelöscht!

15.08.2011, 17:24 Uhr

Die Bad Banks EZB, ESFS (und demnächst ESM, wenn wir nichts dagegen tun) "retten" den Euro! Die Deutschen sollen die Zeche zahlen: Kronzeuge Soros: "Nur Deutschland kann den Zerfall aufhalten" - haarsträubend! Morgen werden wir in Paris wieder ein Stück mehr enteignet!

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/boerse-inside/nur-deutschland-kann-den-zerfall-aufhalten/4475064.html

Account gelöscht!

15.08.2011, 17:25 Uhr

spätestens wenn die Eurobonds offiziell kommen , wird S&P, Fitch oder Moodys, irgendeinen grösseren EU Staat negativ raten, vielleicht uns auch nur noch AA+ und dann flüchten wieder etliche in Treasuries und der US$ steigt und einige machen wieder ein Bombengeschäft

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